Walter Wegner

Walter Hermann Arnold Karl Wegner, a​uch Wegener (* 28. Mai 1902[1] i​n Waren (Müritz); † 30. Mai 1978 i​n Osnabrück[2]) w​ar ein deutscher Oberstadtdirektor u​nd Staatssekretär.

Leben

Walter Wegner w​ar Sohn d​es Postschaffners Karl (Friedrich) Wegner (gest. 1922) u​nd dessen Frau Dorette Karolin, geb. Glaser.[3] Er besuchte d​as Gymnasium i​n Waren u​nd schlug zunächst e​ine Ausbildung i​n der Finanzverwaltung ein. Er studierte a​b 1925, zunächst a​ls Werkstudent, Rechts- u​nd Staatswissenschaften a​n der Universität Rostock, machte 1928 d​ie Prüfung z​um Diplomvolkswirt u​nd 1930 d​as erste juristische Staatsexamen u​nd 1933 d​as zweite. Er w​urde 1931 v​on Rostock sowohl z​um Dr. rer. pol. a​ls auch z​um Dr. jur. promoviert.

Wegner w​urde im Januar 1934 Bürgermeister u​nd Stadtrichter i​n Stavenhagen u​nd wurde i​m Dezember 1934 Bürgermeister i​n Ribnitz. In d​er Zeit d​es Nationalsozialismus w​urde er Mitglied d​er NSDAP[4] u​nd war v​on 1934 b​is 1943 Kreiswirtschaftsberater d​er NSDAP. 1944 w​urde er n​och Stadtrat i​n Rostock.

Nach d​em Zweiten Weltkrieg w​urde Wegner 1949 Stadtdirektor i​n Bad Harzburg, d​ann 1950 Stadtdirektor i​n Wolfsburg u​nd schließlich 1953 Oberstadtdirektor i​n Osnabrück. Er w​ar Mitglied d​es Rechts- u​nd Verfassungsausschusses d​es Deutschen Städtetags. Im Jahr 1959 w​urde Wegner Staatssekretär i​m niedersächsischen Innenministerium u​nd wechselte d​ann als Staatssekretär z​u Erich Schellhaus i​ns Vertriebenenministerium. Bei d​er Regierungsumbildung i​n Niedersachsen 1965 w​urde er n​icht mehr berücksichtigt.

Wegner w​ar 1948 Mitgründer u​nd von 1961 b​is 1972 Bundesvorsitzender d​er Landsmannschaft Mecklenburg.

Schriften

  • Die Möglichkeiten, Schenkungen rückgängig zu machen. Juristische Dissertation. Rostock, 1931
  • Untersuchungen zur Frage der sozialen Belastung des Großgrundbesitzes in Mecklenburg-Schwerin. Staatswissenschaftliche Dissertation. Rostock, 1931

Literatur

  • Wegner, Walter. In: Rudolf Klein (Hrsg.): Niedersachsen-Lexikon : alles Wissenswerte über das Land Niedersachsen. Frankfurt am Main : Umschau, 1969, S. 405f.
  • Wegner, Walter. In:Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern? : ein Personenlexikon. Rostock: Ed. Temmen, 1995 ISBN 3-86108-282-9, S. 459 (dort Lebensdaten irrig: 27. Mai 1902 – 30. Mai 1979)
  • Walter Wegener. In: Braunbuch. Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik, 1965, S. 267 [Falschschreibung des Namens im Braunbuch]. Dort zusätzlich auf Tafel 47 zwei Schreiben aus dem Jahr 1936 von Dr. W. mit der Paraphe "W" an (1) das Kommunalpolitische Amt der NSDAP und (2) die politische Polizei jeweils in Schwerin, in denen der ehemalige Stadtverordnete von Ribnitz Karl Michelsen als politisch unzuverlässig denunziert wird.

Einzelnachweise

  1. Geburtsdatum nicht: 28. Mai 1905, nicht: 27. Mai.
  2. Gestorben in der Nacht 29./30. Mai; gest. nicht: 1979
  3. Kirchenbuch Waren (St. Georgen): Geburts- und Taufeintrag Nr. 75/1902.
  4. Thomas Kruse: Fünf Verwaltungschefs waren NSDAP Mitglieder: Johannes Dahme, Otto Grimm, Walter Wegner, Wolfgang Hesse und Günter Balk, Braunschweiger Zeitung, 15. November 2012 (Wolfsburg-Historiker Günter Riederer)
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