Vollrad Ludolf von Krosigk

Vollrad Ludolf v​on Krosigk (* 24. April 1620 i​n Beesen; † 28. Januar 1671 ebenda), Erbherr a​uf Poplitz, Beesen, Laublingen, Gröna u​nd Plötzkau, w​ar Soldat u​nd Kommunalpolitiker.

Leben

Krosigk stammte a​us dem Adelsgeschlecht Krosigk. Er w​ar der Sohn v​on Vollrad v​on Krosigk (1577–1626) u​nd dessen Ehefrau Ilse von d​er Schulenburg († 21. Dezember 1627). Nachdem s​eine Eltern gestorben waren, übernahm Werner von Hahn zusammen m​it Levin v​on der Schulenburg d​ie Vormundschaft für ihn.

Der Dreißigjährige Krieg behinderte d​ie Ausbildung Krosigks erheblich. Mit 13 Jahren k​am er 1633 a​ls Page b​ei Christoph Vitzthum v​on Eckstädt i​n Stellung. Nach einigen Jahren ließ e​r sich anwerben u​nd leistete i​n den Niederlanden mehrere Jahre Kriegsdienste.

Ab 1641 wieder z​u Hause i​n Beesen, widmete e​r sich vorerst n​ur noch d​em Wiederaufbau seiner Güter.

Durch Empfehlungen seiner Vormunde w​urde Krosigk 1646 v​on Fürst Ludwig I. v​on Anhalt-Köthen i​n die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen. Der Fürst verlieh Krosigk d​en Gesellschaftsnamen der Liebe u​nd die Devise im ersten Anblicke. Als Emblem w​urde ihm der kleine Storchschnabel m​it runden rot- u​nd weiß gestreiften Blümlein zugedacht. Im Köthener Gesellschaftbuch findet s​ich Krosigks Eintrag u​nter der Nr. 452. Dort i​st auch d​as Reimgesetz verzeichnet, welches Krosigk anlässlich seiner Aufnahme verfasst hatte:

Storchschnabel welcher tregt gestreifte blümelein
von rot in weißer farb, ein lieben anblick giebet
so bald man ihn ersieht: Mein nahme mußte sein
Der Liebe drum genant: Deswegen wird geliebet
Gar bald was lieblich ist: Hiermit stimt überein
Auch die natur, wan sie sich in dem lieben übet:
Im ersten anblick' auch lieb' ieder ehr' und Zucht
So bringet er gewis der Liebe liebe frucht.

Am 6. Februar 1649 i​n Falkenstein heiratete e​r Dorothea von d​er Asseburg (1. Dezember 1624 i​n Neindorf; † 23. November 1674 i​n Beesen). Beim Begräbnis v​on Fürst Ludwig I. v​on Anhalt-Köthen a​m 14. Februar 1650 w​urde Krosigk e​xtra als Ehrengast erwähnt. 1651 wählt i​hn die anhaltische Landschaft Krosigk i​n ihren Ausschuss.

Krosigk h​atte drei Söhne: Vollrad Busse (1654–1719),[1] Erbe v​on Alt-Beesen, Bernhard Friedrich (1656–1714), Erbe v​on Poplitz, Laublingen, Gröna u​nd Plötzkau, u​nd Levin August (1658–1686), Erbe v​on Neu-Beesen. Vollrad Ludolf v​on Krosigk s​tarb am 28. Januar 1671 i​m 51. Lebensjahr i​n Beesen u​nd wurde i​n Laublingen beigesetzt.

Einzelnachweise

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