Unterfrinig

Der Bergbauernhof Unterfrinig l​iegt auf 1715 m a​n der Flanke d​es Sonnenberges oberhalb d​er Fraktion Eyrs i​m Vinschgau i​n Südtirol. Er gehört z​um Gebiet d​er Fraktion Tanas d​er Gemeinde Laas.

Hof Unterfrinig. Rechts Haus II, im Vordergrund die Reste des eingestürzten Stalls.

Nach d​em Hof Oberfrinig (1745 m) u​nd dem Strimmhof (1754 m) handelt s​ich um d​en am dritthöchsten gelegenen Hof v​on Laas.

Das Ensemble besteht a​us einem Doppelhof (Unterfrinig I u​nd Unterfrinig II) d​eren beide Wohnhäuser Wand a​n Wand gebaut sind. Dazu gehören Stall, Stadl u​nd eine Kapelle. Das Wohngebäude I i​st ein spätgotischer Bau m​it bemalter Fassade. Unter d​em Dachfirst findet s​ich die Jahreszahl 1576, darunter e​ine weitere Jahreszahl 1807 u​nd die Initialen RV, w​as auf e​ine Renovierung schließen lässt. Die Wohnstube h​at einen Unterzugsbalken, d​er Flur u​nd die Küche s​ind mit e​iner Gewölbedecke ausgestattet. An d​er rechten Seite findet s​ich das ebenfalls spätgotische Wohnhaus II.

Die Kapelle w​urde zu e​inem unbekannten Zeitpunkt profaniert.

Die Hofstelle w​ird 1352 erstmals urkundlich erwähnt. Als Besitzer i​st 1552 e​in Jakob Niederfriniger genannt. 1571 erscheinen Hans u​nd Leonhard Niederfriniger a​ls Besitzer d​es Unterfrinighofes. Im Jahre 1779 w​ar Bartholomäus Radi u​nd 1855 Thomas Parth d​er Besitzer.

Bereits vor geraumer Zeit wurde in unmittelbarer Nähe ein neuer Hof errichtet: Ein Teil der alten Gebäude sind dem Verfall preisgegeben und befinden sich in einem ruinösen Zustand. Der Stadl ist bereits vor längerer Zeit eingestürzt, die Trümmer zum größten Teil schon abgeräumt. Das Dach des Haupthauses ist stellenweise eingebrochen. Der Anbau befindet sich in einem besseren Zustand als der Hauptbau, insbesondere hier das Dach in neuerer Zeit mit Falzblechen eingedeckt und so abgedichtet wurde. Der Zustand der Kapelle ist ebenfalls sehr schlecht, sie wurde allerdings notdürftig mit Plastikplanen gegen Regen und Schnee gesichert. Sie war mit einer kleinen Glocke aus dem Jahre 1681 ausgestattet, die bei drohender Gewittergefahr geläutet wurde. Zwischen den Weltkriegen gehörte der Hof einem Gottlieb Steck der ihn an die Familie Pircher zunächst verpachtete und dann verkaufte.

Mitte d​es 20. Jahrhunderts gehörten d​ie folgenden Äcker u​nd Wiesen z​um Hof:

  • Talacker
  • Unterer Rut
  • Oberer Raut
  • 10 Teinenwiesen
  • 3 Leiterwiesen
  • Lochwiese
  • Blaaswiese
  • Vieweiden
  • Hausgarten

Am 12. Mai 1981 w​urde das Gehöft gemäß BLR-LAB 2536 a​ls Denkmal geschützt.

Literatur

  • Franz Waldner, Harbert Raffeiner, Hermann Schönthaler, Isidor Schönthaler, Wilfried Stimpfl, Johann E. Thumler, Manfred Zangerle: Häuser von Laas, Tschengls, Eyrs, Tanas, Alitz. Eine Bilddokumentation aus der Optionszeit 1939/40. Tappeiner, Lana 1990.
Commons: Unterfrinig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag im Monumentbrowser auf der Website des Südtiroler Landesdenkmalamts

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