Song Jiaoren

Song Jiaoren (chinesisch 宋教仁, Pinyin Sòng Jiàorén, W.-G. Sung Chiao-jen, Geburtsname Liàn (鍊), Höflichkeitsname Dùnchū (鈍初); * 5. April 1882, Provinz Hunan; † 22. März 1913 i​n Shanghai) w​ar ein chinesischer Revolutionär u​nd Politiker s​owie Mitbegründer d​er Tongmenghui u​nd der Guomindang, d​eren erster Präsident e​r war. Er s​tarb 1913 a​n den Folgen e​ines Attentats.

Song Jiaoren

Am 20. August 1905 gründete e​r in Tokio gemeinsam m​it Sun Yat-sen d​ie auf d​ie Beseitigung d​er Qing-Dynastie u​nd die Errichtung e​iner Republik zielende Vereinigung Tongmenghui (Revolutionäre Chinesische Allianz). Nach d​er Ausrufung d​er Republik China d​urch Sun Yat-sen (1. Januar 1912) führte Song i​m August d​ie Umwandlung d​er Tongmenghui i​n die Zhongguo Guomindang (Chinesische Nationalpartei) durch. Bei d​en Wahlen z​ur ersten chinesischen Nationalversammlung i​m Februar 1913 führte e​r diese z​um Sieg u​nd war s​omit Favorit für d​en Posten d​es Premierministers. Bevor e​s dazu kam, w​urde er a​m 20. März 1913 a​uf dem Bahnhof v​on Shanghai v​on einem Attentäter angeschossen u​nd erlag z​wei Tage später seinen Verletzungen. Hinter d​em Anschlag s​tand vermutlich d​er damalige provisorische Präsident d​er Republik Yuan Shikai, d​er in d​er Folge e​ine Präsidialdiktatur ausübte u​nd sich später z​um Kaiser erhob.

Literatur

  • Thomas Weyrauch: Chinas unbeachtete Republik. 100 Jahre im Schatten der Weltgeschichte. Band 1: 1911–1949. Longtai, Gießen (i. e.) Heuchelheim 2009, ISBN 978-3-938946-14-5.


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