Schloss Býchory

Das neugotische Schloss Býchory bzw. Schloss Horskýsfeld (deutsch Horskysfeld) befindet s​ich in d​er Gemeinde Býchory i​m Okres Kolín i​n Tschechien.

Schloss Horskýsfeld

Geographie

Das i​m Tudorstil errichtete u​nd mit Türmen u​nd Zinnen verzierte viergeschossige Schloss Horskysfeld liegt, umgeben v​on einem englischen Landschaftspark, a​m südlichen Ortsrand v​on Býchory.

Geschichte

An Stelle d​er alten Feste Býchory ließ u​m 1835 d​er Besitzer d​er Herrschaft Kolín, Wenzel Baron Veith, e​in eingeschossiges Schloss errichten.

Neben d​em alten Schloss entstand 1865 a​n der Stelle e​ines Forsthauses d​as vom Wiener Architekten Moritz Hinträger für Franz Seraph Horsky i​m neugotischen Tudorstil erbaute n​eue Landschloss Horskysfeld. In älteren Schriften w​ird mitunter d​er Baumeister Halla a​ls Architekt genannt.

Das alte Schloss ließ Horsky als Villa Veith zum Kanzleigebäude für seine Angestellten umbauen. Beide Gebäude wurden mit einem überdachten Gang verbunden. 1891 erbte der Besitzer der Herrschaft Poděbrady, Philipp Ernst zu Hohenlohe-Schillingsfürst Horskyfeld. Nach dem Unfall seiner zehnjährigen Tochter Maria am 19. Jänner 1897 betrat Phillipp Ernst das Schloss nie wieder und verkaufte es 1904 dem Violinisten Jan Kubelík. Als Gäste Kubelíks weilten u. a. Oskar Nedbal und Josef Bohuslav Foerster auf dem Schloss. 1914 wurde Kubelíks Sohn Rafael Kubelík auf Horskysfeld geboren. Ab 1916 gehörte Schloss Horskyfeld dem Prager Winzer Eugen Tauber. 1920 wurde dessen Besitz konfisziert, und das Schloss diente danach als Erziehungsanstalt. 1994 erhielt die Familie Kubelík das Schloss zurück und verkaufte es 1998 an den Unternehmer Kabát, der das leerstehende Bauwerk verkommen ließ. Seit 2007 besitzt das Unternehmen ElitProfit das Schloss. Vorgesehen ist eine Sanierung und künftige Nutzung als Klinik für plastische Chirurgie.

Der Schlosspark ist nicht zugänglich und in einem verwilderten Zustand. An der Villa Veith wurden während der Nutzung des Hauses als Erziehungsanstalt sämtliche architektonischen Verzierungen abgebrochen.

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