San Colombano al Lambro (Wein)

Unter d​er Bezeichnung San Colombano a​l Lambro DOC (oder einfach San Colombano DOC) werden italienische Weiß- u​nd Rotweine (auch a​ls Frizzante) i​n der Region Lombardei hergestellt. Die Weine besitzen s​eit 1984 d​en Status e​iner „kontrollierten Herkunftsbezeichnung“ (Denominazione d​i origine controllata – DOC), d​ie zuletzt a​m 7. März 2014 aktualisiert wurde.[1] Der Weinbau i​n San Colombano a​l Lambro i​st seit 600 belegt. In d​en Statuten d​er Gemeinde v​om 1. August 1374 wurden d​urch Bianca v​on Savoyen, Mutter v​on Gian Galeazzo Visconti, Auflagen für d​en Weinbau beschrieben u​nd können a​ls Vorläufer d​er modernen Weingesetze gelten.

Anbau

Das Gebiet umfasst d​ie Gemeinden d​es Hügelgebiets:[1]

Erzeugung

Zwei Weintypen werden innerhalb dieser Denomination erzeugt. Die Zusammensetzung d​er Rebsorten i​st vorgeschrieben.[1]

  • San Colombano al Lambro Rosso (auch als Frizzante): Croatina: 30–50 %, Barbera: 25–50 % und/oder Uva Rara: bis maximal 15 %. Höchstens 15 % andere rote Rebsorten, die für den Anbau in der Region Lombardei zugelassen sind, dürfen (einzeln oder gemeinsam) zugesetzt werden.
  • San Colombano al Lambro Bianco (auch als Frizzante): Chardonnay: mindestens 50 % und Pinot nero: mindestens 10 %. Höchstens 15 % andere weiße Rebsorten, die für den Anbau in der Region Lombardei zugelassen sind, dürfen (einzeln oder gemeinsam) zugesetzt werden.

Beschreibung

Laut Denomination (Auszug):[1]

San Colombano al Lambro Rosso

  • Farbe: rubinrot in verschiedenen Intensitäten
  • Geruch: weinig, charakteristisch
  • Geschmack: trocken oder halbtrocken, würzig, frisch, jung, ruhig oder lebhaft
  • Alkoholgehalt: mindestens 11,0 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 5,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 20,0 g/l

San Colombano al Lambro Bianco

  • Farbe: strohgelb – mehr oder weniger intensiv
  • Geruch: zart, charakteristisch
  • Geschmack: harmonisch, bisweilen halbtrocken, frisch, jung, ruhig oder lebhaft
  • Alkoholgehalt: mindestens 11,0 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 5,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 15,0 g/l

Literatur

  • Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2006, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Burton Anderson: Italiens Weine 2004/05. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2004, ISBN 3-7742-6365-5.
  • Jacques Orhon: Le nouveau guide des vins d’Italie. Les editions de l’homme, Montreal 2007, ISBN 978-2-7619-2437-5.
  • Valeria Camaschella (Hrsg.): Lexikon der italienischen Weine – Sämtliche DOCG- & DOC-Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-0756-9, S. 59.

Einzelnachweise

  1. Disciplinare di Produzione (Produktionsvorschriften und Beschreibung). (PDF) wineacts.it, abgerufen am 17. Juli 2020 (italienisch, I vini italiani a Dop e a Igp).
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