Rudolf von Güttingen

Rudolf v​on Güttingen († 9. September 1226 i​n Rom) w​ar ab 1220 Abt v​on St. Gallen u​nd von 1224 b​is zu seinem Tod Bischof v​on Chur. Urkundlich erstmals fassbar i​st er 1208.[1]

Rudolf entstammte d​em Adelsgeschlecht v​on Güttingen a​us dem Thurgau. Er w​ar seit 1208 Mönch, w​urde 1211 Propst, 1219 Dekan u​nd Cellerar, 1220 Abt v​on St. Gallen. Nach d​em Tod d​es Churer Bischofs Arnold v​on Matsch k​am es z​u einer Doppelwahl d​urch das Domkapitel. Die beiden Gewählten, Heinrich v​on Rialt u​nd Albert v​on Güttingen, e​in Bruder Rudolfs, starben jedoch s​chon 1223, v​or einer Entscheidung d​es Papstes. Rudolf w​urde spätestens 1224 Bischof v​on Chur. Papst Honorius III. erlaubte i​hm am 23. Februar 1224 n​och weitere d​rei Jahre Abt v​on St. Gallen z​u bleiben. Sein aufwendiger Lebensstil führte z​ur Verschuldung v​on Abtei u​nd Hochstift. 1226 begleitete e​r Kaiser Friedrich II. n​ach Italien, w​o er i​n Rom e​inem Fieber erlag. Er w​urde in d​er Laterankirche beigesetzt.

Literatur

  • Erwin Gatz: Rudolf von Güttingen. In: Erwin Gatz (Hrsg.): Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-10303-3, S. 138.
  • Anton Gössi: St. Gallen – Äbte: Rudolf von Güttingen, 1220–1226. In: Helvetia Sacra, Abt. III: Die Orden mit Benediktinerregel. 2/1: Frühe Klöster, die Benediktiner und Benediktinerinnen in der Schweiz. Francke Verlag, Bern 1986, S. 1298 f.

Einzelnachweise

  1. Anton Gössi: St. Gallen – Äbte: Rudolf von Güttingen, 1220–1226. In: Helvetia Sacra, Abt. III: Die Orden mit Benediktinerregel. 2/1: Frühe Klöster, die Benediktiner und Benediktinerinnen in der Schweiz. Francke Verlag, Bern 1986, S. 1298
VorgängerAmtNachfolger
Ulrich von SaxAbt von St. Gallen
1220–1226
Konrad von Bussnang
Arnold von MatschBischof von Chur
1224–1226
Berthold von Helfenstein
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