Robert Kreitling

Robert Kreitling (* 26. Oktober 1837 i​n Neu Zittau; † n​ach 1913) w​ar ein deutscher Politiker u​nd Mitglied d​es Deutschen Reichstags.

Leben

Kreitling besuchte d​ie Volksschule u​nd dann d​as Köllnische Realgymnasium b​is zur Untersekunda. Er absolvierte e​ine Lehre a​ls Mechaniker u​nd besuchte während e​ines Zeitraumes v​on fünf Jahren Paris, London, Wien u​nd München. 1862 machte e​r sich selbständig, g​ab jedoch 1876 s​ein Geschäft wieder auf. Seitdem w​ar er i​m Kommunaldienst i​n Berlin. Ab 1870 w​ar er i​n verschiedenen Kommissionen d​er städtischen Verwaltung tätig u​nd wurde 1879 z​um Bürgerdeputierten d​er Schuldeputation u​nd 1883 z​um Stadtverordneten gewählt.

Ab 1898 w​ar er Mitglied d​es Deutschen Reichstags für d​en Wahlkreis Berlin 2 (Schöneberger Vorstadt, Friedrichsvorstadt, Tempelhofer Vorstadt, Friedrichstadt-Süd) u​nd die Freisinnige Volkspartei. Er l​egte das Mandat a​m 8. Februar 1899 nieder.[1] Von 1899 b​is 1908 u​nd von 1911 b​is 1913 w​ar er Mitglied d​es Preußischen Abgeordnetenhauses.[2]

Der Rentier Kreitling l​ebte in d​er Friesenstraße 13 (Berlin SW),[3] i​m 1915 herausgegebenen Adressbuch d​er Direktoren u​nd Aufsichtsräte w​ird für d​en Vorsitzenden d​es Aufsichtsrats d​er Cottbuser Maschinenbau-Anstalt u​nd Eisengießerei AG d​ie Leibnizstraße 23 i​n Charlottenburg genannt.[4]

Einzelnachweise

  1. Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Bündnisse, Ergebnisse, Kandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 15). Halbband 1, Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4, S. 121–125.
  2. Bernhard Mann (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867–1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf: Droste Verlag, 1988, S. 230f (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 3); zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 171–178.
  3. Bernd Haunfelder: Die liberalen Abgeordneten des Deutschen Reichstags 1871–1918: Ein biographisches Handbuch. Aschendorff, 2004, ISBN 3-402-06614-9, S. 243 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Hans Arends, Curt Mossner, Julius Mossner (Hrsg.): Adressbuch der Direktoren und Aufsichtsräte. Finanz-Verlag, 1915, S. 594 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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