Richard Brunner (Chemiker)

Richard Brunner (* 5. Januar 1900 i​n Wien; † 15. Juli 1990 ebenda) w​ar ein österreichischer Chemiker u​nd Brauwissenschaftler.

Leben

Brunner w​ar nach e​inem Chemiestudium a​b 1929 i​n der Brauindustrie beschäftigt. 1952 w​urde er z​um wissenschaftlichen Leiter d​er Biochemie GmbH, d​er heutigen österreichischen Sandoz GmbH, i​n Kundl bestellt. 1962 wurden i​hm der Lehrstuhl für Biochemische Technologie u​nd Mikrobiologie s​owie die Leitung d​es Instituts für Biochemische Technologie u​nd Mikrobiologie a​n der Technischen Hochschule Wien übertragen. Zuletzt präsidierte e​r nach seiner Emeritierung v​on 1972 b​is 1981 d​ie Österreichische Biophysikalische Gesellschaft (ÖBG)[1].

Brunner erhielt 15 Patente a​uf dem Gebiet d​er Brauwissenschaften u​nd der Antibiotika, insbesondere d​es Penicillins. Gemeinsam m​it Ernst Brandl, Hans Margreiter s​owie Karl Josef Schröder entwickelte e​r das e​rste oral z​u verabreichende Penicillin.

Auszeichnungen

Publikationen

  • Penicillin, Streptomycin und Chloramphenicol in der Veterinärmedizin. Biochemie Ges., Kundl 1957.
  • Mit Ernst Brandl, Guido Machek: Die Antibiotica, Band 1. Verlag Hans Carl, Nürnberg 1962.
  • Mit Guido Machek: Die Antibiotica: Die mittleren Antibiotica, In: Band 2 von Die Antibiotica. Verlag Hans Carl, Nürnberg 1965.
  • Antrittsvorlesung über Gleichgewichtszustände im biologischen und chemischen Geschehen: Gehalten am 12. Juni 1964. Verlag der Technischen Hochschule, Wien 1968.
  • Gleichgewichtszustände im biologischen und chemischen Geschehen. Verlag der Technischen Hochschule, Wien 1968.
  • Mit Helga Blank: Die Kleinen Antibiotica, In: Band 3 von Die Antibiotica. Verlag Hans Carl, Nürnberg 1970.

Literatur

  • Chemiker-Zeitung, Band 107, Dr. Alfred Hüthig Verlag, Heidelberg 1983, S. 74.
  • Naturwissenschaftliche Rundschau, Band 43, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1990, S. 367, 550.

Einzelnachweise

  1. Notizen zu Prof. Richard Brunner (Memento des Originals vom 24. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.biophysics-austria.at (PDF; 434 kB) auf der Website Biophysics News, Seite 1, 2, Issue 2, April 2011 der Österreichischen Biophysikalischen Gesellschaft
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  3. Inhaber der Prechtl-Medaille (Memento des Originals vom 14. Oktober 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.tuwien.ac.at auf der Website Akademische Würdenträger der Technischen Universität Wien
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