Peter-Räuber-Schule
Die Peter-Räuber-Schule ist eine Förderschule in Wolfenbüttel im Bundesland Niedersachsen.
Peter-Räuber-Schule | |
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Schulform | Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung |
Gründung | 1976 |
Adresse |
Lindener Straße 13 |
Ort | Wolfenbüttel |
Land | Niedersachsen |
Staat | Deutschland |
Koordinaten | 52° 9′ 34″ N, 10° 32′ 55″ O |
Träger | Stadt Wolfenbüttel |
Schüler | etwa 130 |
Lehrkräfte | etwa 60–70 |
Leitung | Maria Wimberg-Lowes |
Website | www.peter-raeuber-schule.de |
Lage
Die Schule befindet sich an der Ecke Zeughausstraße und Lindener Straße im Südosten der Innenstadt.
Geschichte
Nach mehreren Jahren, in denen die schulische Förderung geistig Behinderter nicht in einer eigenen Institution, sondern nur „angehängt“ an die Schule für Lernbehinderte (Schule am Teichgarten) stattfand, wurde im September 1976 der Neubau an der Lindener Straße unter dem Namen „Schule Zeughausstraße“ eingeweiht. Sie ist damit die erste Schule ausschließlich für Schüler mit geistiger Behinderung im Landkreis Wolfenbüttel. Zu Beginn unterrichteten sechs Lehrer unter der Leitung von Paula Maria Kolle-Söchtig 66 Schüler in sechs Klassen.
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Die Schülerschaft vergrößerte und veränderte sich: Waren in den ersten Jahren die Schüler mit ihrem Leistungsprofil eher dem Grenzbereich zur Lernbehinderung zuzuordnen, wuchs mit der Zeit die Zahl im eigentlichen Sinne geistig behinderter Schüler, einschließlich der schwerst- und mehrfach Behinderten, für die es zuvor kein offizielles Bildungsangebot gegeben hatte.
Durch diese Veränderungen ergaben sich neue Notwendigkeiten:
- Die Klassenstärken wurden verringert, um individuelle Förderung zu ermöglichen.
- Die ersten Sonderschullehrer mit spezieller Ausbildung für den Unterricht mit geistig Behinderten kamen an die Schule.
- Pädagogen zur Unterstützung der Unterrichtsarbeit wurden eingesetzt.
- Therapeuten für Physio- und Ergotherapie wurden eingestellt, um den Unterricht durch eine intensivere Förderung für Kinder mit speziellen Problemen zu ergänzen.
- Aufgrund neuer Konzepte wurde das konventionelle Unterrichtsmaterial ergänzt und weiterentwickelt um bzw. durch Materialien, die spezifisch sonderpädagogische Erkenntnisse und Entwicklungen in den Unterricht einbrachten.
- 1996 erfolgte die Umwandlung in eine Ganztagsschule. Dies hatte zur Folge, dass der Unterricht an vier Wochentagen bis 14:45 Uhr dauerte, einschließlich des gemeinsamen Mittagessens. Im Nachmittagsbereich wurden an zwei Tagen Arbeitsgemeinschaften eingerichtet, um den Klassenunterricht durch freiwillig wählbare Neigungsangebote zu ergänzen.
1996 wurde ein neuer Anbau bezogen, der neben Klassen-, Therapie- und Werkräumen auch eine Großküche mit Essraum, ein Therapiebad und einen Musikraum enthält.
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum erhielt die Schule einen neuen Namen: Peter-Räuber-Schule nach einem ehemaligen Schüler.
2016 betrug die Fläche der Peter-Räuber-Schule das Doppelte ihrer Anfangszeit und wurde von doppelt so vielen Schülern wie zu Beginn besucht.
Literatur
Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Schuljahrgänge 1 – 9, Hannover 2007