Otto Reincke

Otto Ludwig Karl Reincke (* 3. Oktober 1830 i​n Wilsnack; † 13. Januar 1906 i​n Leipzig) w​ar ein deutscher Reichsgerichtsrat.

Leben

Reincke w​urde 1853 vereidigt. 1861 ernannte m​an ihn z​um Kreisrichter. 1864 w​urde er Rechtsanwalt u​nd Notar i​n Spremberg. 1874 kehrte e​r in d​en preußischen Staatsdienst a​ls Kreisrichter zurück. 1876 w​urde er z​um Kreisgerichtsrat befördert. 1877 w​urde er Apellationsgerichtsrat. Mit d​em Inkrafttreten d​er Reichsjustizgesetze 1879 k​am er n​ach Berlin a​ls Landgerichtsdirektor. 1886 w​urde er Reichsgerichtsrat. Er w​ar im IV. Zivilsenat tätig. Er t​rat 1902 i​n den Ruhestand. Er w​ar der Onkel v​on Hermann Reincke-Bloch.

Werke

  • (zusammen mit Hugo Rehbein): Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten : nebst den ergänzenden und abändernden Bestimmungen der Reichs- und Landesgesetzgebung; 5 Auflagen, Berlin 1881–1894.
  • Die Deutsche Zivilprozeßordnung, Berlin, 5 Auflagen 1885–1904.
  • Die Verfassung des Deutschen Reichs nebst Ausführungsgesetzen, Berlin 1906.
  • Zur Frage der Statthaftigkeit des Handelsbetriebes durch Minderjährige, im Geltungsbereich des Allgemeinen Landrechts, Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts, Jahrgang 19 (1875), S. 209.
  • Zu den §§ 154–156 I. 11 A. L.-R., betreffend Gewährleistung bei völliger Entwährung der Kaufsache, Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts, Jahrgang 20 (1876), S. 186.
  • Betrachtungen über Entstehung und Rechtsstellung des Deutschen Reichsfiskus, Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts, Jahrgang 23 (1879), S. 481.

Literatur

  • Hugo Rehbein: „Otto Reincke. †“, Deutsche Juristen-Zeitung, Jahrgang 11 (1906), Sp. 181
  • Adolf Lobe: „Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929“, Berlin 1929, S. 359.
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