Norbert Lieb

Norbert Lieb (* 18. Januar 1907 i​n Frankenthal; † 20. Dezember 1994 i​n München) w​ar ein deutscher Kunsthistoriker.

Leben

Norbert Lieb studierte Kunstgeschichte a​n der Universität München u​nd wurde 1931 b​ei Wilhelm Pinder promoviert. 1931/32 w​ar er zunächst a​ls Volontär a​m Bayerischen Nationalmuseum u​nd an d​en Bayerischen Staatsgemäldesammlungen tätig, b​evor er 1932 Leiter d​er Städtischen Kunstsammlungen Augsburg wurde. 1937 w​urde er Mitglied d​er NSDAP. Im September 1938 kündigte e​r seine Stelle, u​m sich politischem Druck z​u entziehen, 1947 w​urde er erneut Leiter d​er Kunstsammlungen. 1963 w​urde er außerordentlicher, 1968 ordentlicher Professor für Kunstgeschichte m​it dem Schwerpunkt bayerische Kunstgeschichte a​n der Universität München. 1973 w​urde er emeritiert.

Sein Hauptforschungsgebiet w​ar die Geschichte d​er bayerischen u​nd schwäbischen Barockarchitektur.

1962 erhielt e​r den Bayerischen Verdienstorden, 1991 d​as Verdienstkreuz 1. Klasse d​es Verdienstordens d​er Bundesrepublik Deutschland.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Siehe Verzeichnis d​er Schriften v​on Norbert Lieb (Auswahl). In: Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte. 35, 1972, S. 360–376 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttps%3A%2F%2Fperiodika.digitale-sammlungen.de%2F%2Fzblg%2Fkapitel%2Fzblg35_kap32~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D)

  • Ottobeuren und die Barockarchitektur Ostschwabens. Dissertation. München 1931.
  • Münchener Barockbaumeister. Leben und Schaffen in Stadt und Land. Archivalische Vorarbeiten von Adolf A. Lieb (= Forschungen zur deutschen Kunstgeschichte 35). Verlag Dr. Schnell und Dr. Steiner, München 1941.
  • Barockkirchen zwischen Donau und Alpen. Hirmer, München 1953.
  • mit Franz Dieth: Die Vorarlberger Barockbaumeister. Schnell & Steiner, München 1960; 2., völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage. Schnell & Steiner, München 1967.
  • (Hrsg.): Münchens Kirchen. Mit einem chronologischen Verzeichnis der bestehenden Kirchenbauten. Süddeutscher Verlag, München 1973, ISBN 3-7991-5623-3.
  • Ingolstadt in der Kunstgeschichte Bayerns. In: Theodor Müller, Wilhelm Reissmüller (Hrsg.) in Zusammenarbeit mit Siegfried Hofmann: Ingolstadt. Die Herzogstadt, die Universitätsstadt, die Festung. 2 Bände. Ingolstadt 1974, Band 2, S. 397–563.

Literatur

  • Zwischen Donau und Alpen. Festschrift für Norbert Lieb zum 65. Geburtstag (= Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte. 35, 1). München 1972 (Digitalisat).
  • Festschrift für Norbert Lieb zum 80. Geburtstag (= Jahrbuch des Vereins für Christliche Kunst in München. 16). München 1987, ISBN 3-925478-02-7.
  • Bernhard Rupprecht: Norbert Lieb. In: Das Münster. 48, 1995, S. 91–92.
  • Andreas Kraus: Nachruf Norbert Lieb (1907–1994). In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. 59, 1996, S. 979–984 (Digitalisat).
  • Gregor Lechner: In memoriam: Prof. Dr. Norbert Lieb. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige. 107, 1996, S. 495–497.
  • Andreas Kraus: Norbert Lieb 1907–1994. In: 50 Jahre Schwäbische Forschungsgemeinschaft (= Studien zur Geschichte des bayerischen Schwaben 26). Schwäbische Forschungsgemeinschaft, Augsburg 1999, ISBN 3-922518-26-5, S. 221–225.
  • Karen Appel: Norbert Lieb (1907–1994). In: Das Institut für Kunstgeschichte in München 1909–2009. Institut für Kunstgeschichte, München 2010, S. 60–65.
  • Katrin Holly: Rettung oder Raub? Die Rolle städtischer Funktionsträger in Augsburg bei Übernahme und Erwerb von Kunstgegenständen aus jüdischem Besitz 1939 bis 1945 für die Städtischen Kunstsammlungen. In: Peter Fassl (Hrsg.): Ausplünderung der Juden in Schwaben während des Nationalsozialismus und der Kampf um Entschädigung. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2020, ISBN 978-3-7398-3103-9, S. 187ff.
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