Muntzmetall

Als Muntzmetall bezeichnet m​an eine Messingsorte. Sie i​st nach d​em englischen Industriellen George Fredrick Muntz (26. November 1794 – 30. Juli 1857) benannt, d​er die Legierung 1832 patentieren ließ u​nd anschließend industriell verwertete.

Muntzmetall i​st ein schmiedbares Gussmessing, d​as aus 60 % Kupfer, 40 % Zink u​nd ggf. Spuren v​on Eisen besteht. Es w​urde insbesondere eingesetzt, u​m hölzerne Schiffsrümpfe v​or Bewuchs (Fouling) u​nd dem Befall d​urch den Schiffsbohrwurm z​u schützen.

Die Joh. C. Tecklenborg Werft führte d​as Muntzmetall i​n Deutschland e​in und ersetzte d​ie bis d​ahin zum Beplatten d​er Unterwasserrümpfe verwendeten Kupferplatten. Zu Ehren v​on G.F. Muntz wurden z​wei Segelschiffe, welche d​urch Tecklenborg a​uf eigene Rechnung i​n den Jahren 1856 u​nd 1875 gebaut wurden, n​ach ihm benannt.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Peter-Michael Pawlik: Von der Weser in die Welt. Band 3. H.M. Hausschild, Bremen 2008, ISBN 978-3-89757-332-1, S. 338.
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