Ludolf Waldmann

August Eduard Gustav Ludolph Waldmann[1], besser bekannt a​ls Ludolf Waldmann (* 30. Juni 1840 Hannover;[2]7. Februar 1919 i​n Berlin) w​ar ein deutscher Sänger, Theaterdirektor, Schauspieler, Dichter u​nd Komponist i​m Bereich d​er Unterhaltungsmusik.

Ludolph Waldmann, ca. 1897

Leben

Vielseitig begabt w​ar er a​ls Schauspieler, Sänger u​nd Theaterdirektor tätig. Als Komponist zahlreicher volkstümlicher u​nd patriotischer Lieder, d​eren Texte e​r vielfach selbst schrieb, w​ar er u​m die Jahrhundertwende s​ehr bekannt. Einige seiner Lieder, w​ie Fischerin d​u kleine (The little fisher maid) o​der Wer w​eiss ob w​ir uns wiedersehn (Who knows, w​hen we e​ver meet again) erschienen i​n den 1880er Jahren a​uch in d​en USA. Am bekanntesten w​urde der 1905 m​it Text d​es Nobelpreisträgers Paul Heyse herausgebrachte Schlager Sei m​ir gegrüßt, m​ein schönes Sorrent, d​er unter anderem 1929 v​on Richard Tauber aufgenommen wurde.

Waldmann besaß i​n Berlin e​inen eigenen Verlag. Er gewann mehrere Gerichtsprozesse g​egen Betreiber mechanischer Musikinstrumente, d​eren Ergebnisse e​r 1889 veröffentlichte.

Ludolf Waldmann s​tarb 1919 i​m Alter v​on 78 Jahren i​n Berlin. Sein Grab a​uf dem Alten Kirchhof d​er Zwölf-Apostel-Gemeinde i​n Berlin-Schöneberg i​st erhalten.[3]

Kompositionen

Operetten

  • Inkognito
  • Die Ulanenbraut, (T: Julius Gaspary) Hamburg 1871

Lieder

  • Ach wir armen Klosterbrüder, op. 19
  • Auf ihr Schlesier laßt uns singen
  • Bin eine muntere Tänzerin, op. 35
  • Bin ein fahrender Gesell
  • Bismarck-Hymne, op. 40
  • Da weilen meine Sterne, op. 20
  • Das gold'ne Mainz am Rhein, op. 27
  • Das Menschenherz, op. 29, Text: Mary B.
  • Der Waldmann fährt ins Holz
  • Denke dir mein Liebchen was ich im Traum gesehn
  • Der Schmetterling, op. 37
  • Deutschen Handschlag nun ihr Brüder (Marsch-Lied)
  • Die Himmelsthräne, op. 32, T. Friedrich Rückert
  • Die Perle in dem deutschen Reich, op. 33
  • Die Zither lockt die Geige klingt
  • Ein donnernd Hoch dem Wein, op. 30
  • Ein Schneiderlied, op. 25
  • Es war einmal ne Fischerin
  • Es zog ein froher Wandrer die weite Welt entlang
  • Fischerin, du kleine (1888)
  • Fischerin du große
  • Hoch Prinz Carneval, op. 34
  • Hoch von den Zinnen meiner Burg, op. 31
  • Ich bin im Elternhaus, op. 22
  • Ich wollt, du wärst ein Blümchen, op. 36
  • In die Ferne möcht' ich ziehen, op. 26, T. Max von Schenkendorf
  • Lähmt dir die Schwerste aller Ketten
  • Luther's Wahrspruch: Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, op. 28
  • Mein Hamburg an der Elbe, op. 23
  • Meines Liebchens blauen Augen, op. 21
  • Nicht wahr, wenn ich gestorben bin, op. 16
  • Nixenlied, op. 18
  • Nun öffnet eure Türen
  • O sei mein Turteltäubchen (1881)
  • Sei gegrüßt, du mein schönes Sorrent T.: Paul Heyse (1905)
  • So wie du! op. 47, 1885 bearbeitet von Arnold Schönberg
  • Sitz' ich in froher Zecher Kreise (1880)
  • War einst ein kleines Fischermädchen
  • Wer weiss ob wir uns wiedersehn, op. 5 (1885)
  • Wie schmetternde Fanfaren ertöne stolzes Wort
  • Wie könnt' ich dein vergessen, op. 24, T. August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
  • Wiegenlied, op. 17

Instrumentalmusik

Sonstige Veröffentlichungen

  • Ludolf Waldmann's gewonnene Prozesse gegen die Fabrikanten der "mechanischen Musik-Instrumente": Lösung einer hochwichtigen sozialen Frage..., 32 S. Berlin 1889

Auszeichnungen

1919 w​urde die Waldmannstraße i​n Berlin n​ach ihm benannt

Einzelnachweise

  1. Niedersächsisches Landesarchiv, Standort Stade (Hrsg.): Niedersachsen, Elbe-Weser-Dreieck, Deutschland, evangelische Kirchenbücher, 1574-1945 (online).
  2. Hans Brennert: Berlinische Rhapsodien. Salzwasser, Paderborn 2013, ISBN 978-3-8460-2386-0, S. 114 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 757.
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