Kurt Estermann

Kurt Estermann (* 13. Oktober 1960 i​n Innsbruck) i​st ein österreichischer Komponist u​nd Organist.[1]

Leben

Kurt Estermann w​urde in e​ine Musikerfamilie hineingeboren u​nd erhielt s​eine erste musikalische Ausbildung a​n der Orgel b​ei Reinhard Jaud a​m Innsbrucker Konservatorium.[1][2] In d​en Jahren v​on 1979 b​is 1989 absolvierte e​r an d​er Universität für Musik u​nd darstellende Kunst Wien Studien i​n den Fächern Komposition b​ei Erich Urbanner, Kirchenmusik Orgel b​ei Peter Planyavsky u​nd Michael Radulescu, s​owie Cembalo b​ei Gordon Murray.[2] Nach d​em Abschluss i​m Jahr 1989 folgten weitere Fortbildungen, u. a. b​ei Wolfgang Rihm u​nd György Ligeti.[1]

Ab dem Jahr 1990 hatte Estermann die Stelle des Organisten am Stift Wilten der Diözese Innsbruck inne, ab 2000 eine Professur für Kirchliche Komposition an der Universität Mozarteum Salzburg.[2]

Kurt Estermann l​ebt und arbeitet s​eit dem Jahr 2014 i​n Innsbruck.[2]

Auszeichnungen

  • 1989: Paul Hofhaimer-Preis der Stadt Innsbruck[3]
  • 1998: Erster Preis der Stadt Innsbruck für künstlerisches Schaffen (Chorkomposition und Instrumentalmusik)
  • 2004: Zweiter Preis der Stadt Innsbruck für künstlerisches Schaffen im Teilgebiet Oper

Werke (Auswahl)

Ensemblemusik

  • Drei alpenländische Musikstücke – für 6 Instrumentalisten (1984)[4]
  • Die Segnung der Kinder – für Mezzosopran und 5 Instrumente nach dem Markusevangelium (1987)[4]
  • Ich gieße reines Wasser über euch aus – für Mezzosopran und 5 Instrumente (1990)[4]
  • Streichquartett – für zwei Violinen, Viola und Violoncello (1991)[4]
  • noch ein wenig über B-A-C-H – Duo für Cembalo und Violine (1993)[4]
  • Auf Wiedersehn, Kinder – Ostinato für Streichtrio (1993)[4]
  • schlagen – brennen – vereinnahmen – verzehren – Meditation zum Herz-Jesu-Fest (1996)[4]
  • Wie es war, wie es ist, wie es sein wird – nach einem Gedicht von Walter Schlorhaufer (1996)[4]
  • "HEIMAT" – für Rezitator, Cembalo und Orgelpositiv nach Kritiken und Reaktionen zum "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus" von Alfred Hrdlicka ausschließlich aus der österreichischen Massenboulevard-Zeitung (2002)[4]
  • "Introitus" – Sextett für zwei Trompeten, drei Posaunen, Pauke und Orgel (2003)[4]
  • "Il Cantico Di Frate Sole" – Sextett für Sopran mit drei Trompeten, Pauke, Perkussion und Orgel (2004)[4]

Solomusik

  • Intermezzo (dem Gedächtnis Anton Heillers) – für Orgel (1988)[4]
  • Golgatha – Stück in 2 Sätzen für Cembalo (1989/1990)[4]
  • Ich wollt, daß ich daheime wär – für Orgel (1993)[4]
  • Vier Elemente – für Orgel (1993)[4]
  • Zwölf Orgelsätze zum Kirchengesangbuch "David" – für Orgel (1995/1996)[4]
  • "Drei Anrufungen" – für Orgel (1997)[4]
  • Zwei Stücke – für große Orgel (2001)[4]
  • Capricci – für Orgel (2004)[4]
  • A Fansye for organ solo – für Orgel (2010)[4]

Orchestermusik

  • Introduktion – für großes Sinfonieorchester (1994/1995)[4]
  • Symphonie in fünf Sätzen (Nr.1) – für großes Orchester (1999)[4]
  • Symphonie für Rezitator und großes Orchester" (Nr.2) – nach Kritiken und Reaktionen zum "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus von Alfred Hrdlicka" aus einer österreichischen Massenboulevard-Zeitung (2005)[4]
  • Symphonie Nr.3 – für großes Orchester (2007)[4]

Einzelnachweise

  1. Barbara Boisits, Art. „Estermann, Kurt“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: 27. Mai 2021 (https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_E/Estermann_Kurt.xml).
  2. mica (Aktualisierungsdatum: 23. Februar 2020): „Biografie Kurt Estermann“. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/68836 (Abrufdatum: 27. Mai 2021).
  3. Paul Hofhaimer-Preis der Stadt Innsbruck – PreisträgerInnen seit 1971 (abgerufen am 27. Mai 2021)
  4. mica (Aktualisierungsdatum: 23. Februar 2020): „Werkeverzeichnis Kurt Estermann“. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/werke-von-komponisten/68836 (Abrufdatum: 27. Mai 2021).
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