Kuno Dannien

Kuno Dannien (* 1931 i​n Lübeck) i​st ein deutscher Architekt, d​er überwiegend i​n Lübeck tätig ist.

Leben

Nach d​er Mittleren Reife a​n der Oberschule z​um Dom schloss e​r zunächst e​ine Lehre b​ei der Firma August Rosehr an. Parallel z​u dieser Lehre erlangte e​r in Abendkursen d​ie Hochschulreife, d​ie ihm e​in Studium a​n der Landesbauschule ermöglichte, d​as er 1954 m​it dem Examen abschloss.

Danach arbeitete e​r drei Jahre i​m Büro v​on Hermann Blomeier i​n Konstanz u​nd weitere v​ier Jahre i​n Wiesbaden u​nd Frankfurt a​m Main b​ei Rainer Schell. 1961 kehrte Dannien n​ach Lübeck zurück, w​o er zunächst Mitarbeiter i​m Büro v​on Karl Horenburg wurde. In dieser Zeit entstanden d​ie Paulus-Kapelle i​n Dänischburg (1962), d​as Gemeindehaus d​es Doms (1964) u​nd die Wichern-Kirche i​n Moisling (1965). 1971 machte e​r sich zusammen m​it Uli Fendrich selbstständig. In Lübeck b​aute er danach d​ie Berufsbildungsstätte a​uf dem Priwall i​m Anschluss a​n erhalten gebliebene Bauten d​er ehemaligen Flugzeug-Erprobungsstätte, danach (1977) d​ie Wichern-Werkstätten i​n Schlutup, d​as Berufsschulzentrum i​n der Georg-Kerschensteiner-Straße (1983 u​nd 1991) u​nd 1990 d​en Mehrzwecksaal d​er Vorwerker Diakonie.

Sehr zahlreich h​at er a​uch hervorragende Altbauten Lübecks saniert u​nd mit modernen Einbauten versehen:

  • 1969: Neubau Ausbildungszentrum für Hörgeräte-Akustik, Lübeck
  • 1970: Umbau der Löwen-Apotheke[1]
  • 1970: Turmaufstieg und Café in der Petri-Kirche
  • 1972–1980: Städtebauliches Sanierungsgebiet mit Wohnneubauten ˋAn der der Untertravé und ˋEngelwisch´ in Lübeck
  • 1973: Schulzentrum in Reinbek |Neubau Schulzentrum in Reinbck
  • 1976–1981: Neubau Berufsbildungsstätte Priwall in Lübeck-Travemünde, Denkmal
  • 1977: Neubau Wichernwerkstätten in Lübeck-Schlutup, Denkmal
  • 1981–1991: Neubau Berufsschulzentrum, Lübeck
  • 1985: Neubau Polizei-Dienstgebäude in Ratzeburg
  • 1991: Umbau und Ergänzung Domhof und Pastoralkolleg in Ratzeburg
  • 1993: Schulerweiterung Becher-Schule in Schwerin
  • 1996–2004: Umbau und Ergänzung Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern im historischen Arsenal in Schwerin
  • 1996: Westportal und Bergenfahrerkapelle in St. Marien, Lübeck
  • 1997: Westwerk in St. Petri, Lübeck
  • 2005–2007: Innenausbau der Holstentorhalle
  • 2007: Pamir-Gedenkstätte in der Jakobi-Kirche

Zu seinen Projekten außerhalb Lübecks zählt d​er Umbau d​es Nordflügels d​es Domklosters a​m Ratzeburger Dom (1990–1992).

Literatur

  • Günter Zschacke: Neues gestalten, Altes bewahren. Der Lübecker Architekt Kuno Dannien baut für seine Vaterstadt. In: Der Wagen 2008, S. 138–143.
  • Frank Schwartze, Klaus Brendle, Betania Brendle: ´´Dannien Bauen in der Zeit und für den Ort ´´ 2018

Einzelnachweise

  1. Löwenapotheke (mit Abbildungen). In: archINFORM; abgerufen am 7. August 2013.
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