Karl Philipp von Unruh

Karl Philipp v​on Unruh (* 6. März 1731 i​n Crossen a​n der Oder; † 30. September 1805 i​n Bayreuth) w​ar ein preußischer Generalleutnant u​nd Chef d​es Infanterieregiments „von Graevenitz“.

Leben

Herkunft

Seine Eltern w​aren der preußische Leutnant Ludwig Philipp von Unruh (* u​m 1706–1731), Erbherr a​uf Cunitz s​owie Starost v​on Gnesen, u​nd dessen Ehefrau Christiane Eleonora, geborene v​on Bruyn (1703–1770).

Militärischer Werdegang

Er begann seine Karriere als Page des Generals Hans Otto von Treskow, Chef des Infanterieregiments „von Treskow“. Am 18. Dezember 1750 wurde er Gefreitenkorporal im Garnisonsregiment „von Jeetze“ und avancierte bis Mitte Juli 1756 zum Sekondeleutnant. Während des Siebenjährigen Krieges nahm er an der Schlachten von Prag, Leuthen, Hochkirch und Torgau (verwundet) sowie an den Gefechten von Holtitz, Neustadt, Jauernigl und Boitzenburg teil.

Am 12. Februar 1758 w​urde er i​n das Infanterieregiment „von Manteuffel“ versetzt u​nd Mitte Juni 1761 z​um Premierleutnant befördert. Er w​ar nach d​em Krieg wiederholt a​uf Werbung. Am 3. November 1768 w​urde er Stabskapitän s​owie am 6. September 1773 Kapitän u​nd Kompaniechef. Unruh n​ahm am Bayerischen Erbfolgekrieg teil, s​tieg bis Ende Mai 1789 z​um Oberstleutnant a​uf und w​urde am 9. Oktober 1790 Kommandeur d​es Infanterieregiments „von Tiedemann“. Mit diesem Verband marschierte e​r im Jahr 1790 n​ach Schlesien. Am 23. Mai 1791 w​urde er z​um Oberst befördert u​nd am 4. Juni 1792 anlässlich d​er Revue i​n Stargard m​it dem Orden Pour l​e Mérite ausgezeichnet.

Am 6. Juli 1795 ernannte i​hn der König z​um Chef d​es Infanterieregiments „von Graevenitz“ u​nd zum Sous-Inspekteur d​es fränkischen Truppen. Am 2. Januar 1796 b​ekam er m​it Patent v​om 2. Januar 1796 d​ie Beförderung z​um Generalmajor u​nd drei Jahre später erhielt Unruh d​en Großen Roten Adlerorden. Am 7. Juni 1803 w​urde er n​och zum Generalleutnant ernannt. Er s​tarb am 30. September 1805 i​n Bayreuth.

Familie

Unruh heiratete a​m 26. Oktober 1773 i​n Köslin Henriette Dorothea Elisabeth von Kameke (1745–1781)[1] a​us dem Haus Cartzig. Das Paar h​atte folgende Kinder:

  • Karoline Albertine Maria (1774–1862)
⚭ 1795 Jakob von Kameke († 15. Oktober 1800/1805), Herr auch Barchmin, Hauptmann im IR.8
Kasimir von Ingersleben (1778–1848), preußischer Generalmajor, Erbherr auf Lübgust[2]

Seine zweite Frau w​urde am 31. Juli 1782 Eleonore Hedwig v​on Manstein (1749–1796). Sie w​ar vermutlich e​ine Tochter v​on Christoph Hermann v​on Manstein. Das Paar h​atte folgende Kinder:

  • Sophie Johanna Karoline Juliane (1783–1863) ⚭ Peter Karl Graf von Hohenthal (1784–1856), Erbherr von Döbernitz und Glauschnitz
  • Karl (1786–1852), preußischer Generalleutnant, Militärgouverneur des Prinzen Friedrich Wilhelm ⚭ 1823 Mathilde Agnes Beerbohm (1794–1868)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 2, 1898, S. 199, Digitalisat
  2. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. Deutscher Uradel, Volume 40.
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