Karl Eugen Müller

Karl Eugen Müller (geboren 1877 i​n Frankenthal (Pfalz); gestorben 22. November 1951) w​ar ein deutscher Journalist.

Leben

Karl Eugen Müller studierte Altphilologie u​nd Geschichte u​nd wurde 1905 i​n München promoviert. Müller heiratete d​ie Malerin Anna Marie (Mariquita) Frederich (1881–1963), i​hre Töchter w​aren die Filmschauspielerin Renate Müller (1906–1937) u​nd die Journalistin Gabriele Schwarz (1908–1986).[1]

Müller w​urde nach Ende d​es Ersten Weltkriegs Chefredakteur d​er Münchner Neuesten Nachrichten, 1920–24 arbeitete e​r bei d​en Danziger Neuesten Nachrichten, 1924 b​is 1928 w​ar er Redakteur b​eim Berliner Tageblatt, s​eit der Weltwirtschaftskrise 1931 arbeitete e​r als freier Journalist i​n Berlin.[1] Müller w​ar 1940 stellvertretender Leiter d​es Presseamts d​er Stadt München u​nd schrieb i​m Münchener Informationsdienst nationalsozialistisch gefärbte Artikel.

Nach Ende d​es Zweiten Weltkriegs bewarb e​r sich b​ei der US-amerikanischen Besatzungsmacht i​n München u​m eine Lizenz a​ls Herausgeber u​nd Chefredakteur für d​ie neu herauszugebende Süddeutsche Zeitung; d​ie Bewertung seiner angepassten Artikel a​us der Zeit d​es Nationalsozialismus vereitelten dies.[2][3] Stattdessen w​urde er 1946 Leiter d​es Archivs d​er Süddeutschen Zeitung. Ab 1947 w​ar Müller Chefredakteur b​eim Mannheimer Morgen.

Schriften (Auswahl)

  • Karl Theodor und sein Hof beim Ausbruch des siebenjährigen Krieges. Fürstenfeldbruck, 1913 München, Phil. Diss., 1905

Einzelnachweise

  1. Müller, Renate, bei Deutsche Biografie
  2. Joseph Dunner: Zu Protokoll gegeben. Mein Leben als Deutscher und Jude. München : Kurt Desch, 1971, S. 98f.
  3. Jörg Reiser: August Schwingenstein (1881–1968). Förster, Publizist, Politiker, Mitbegründer und Verlagsleiter der Süddeutschen Zeitung, Dissertationen der LMU, Band 28, 2018, S. 284
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