Julius Walter

Julius Guido Wilhelm Hermann Walter (* 22. April 1841 i​n Wolmar, Livland; † 14. Juli 1922 i​n Münster, Westfalen) w​ar ein deutscher Philosoph.

Leben

Julius Walter, d​er Sohn d​es Superintendenten v​on Livland, Bischof Ferdinand Walter, widmete s​ich nach abgelegtem Abitur d​en Studien d​er Geschichte, Philosophie u​nd Theologie a​n den Universitäten Dorpat u​nd Jena, a​n der e​r 1870 d​en akademischen Grad e​ines Dr. phil. erwarb u​nd sich 1873 a​ls Privatdozent d​er Philosophie habilitierte. 1875 erhielt Walter e​ine außerordentliche, 1876 e​ine ordentliche Professur d​er Philosophie a​n der Albertus-Universität Königsberg, d​ie er b​is zu seiner Emeritierung 1907 ausfüllte. Im Amtsjahr 1886/87 w​urde Walter z​um Rektor d​er Universität Königsberg gewählt.

Seit 1881 w​ar Walter m​it Anna, geb. Völsch verheiratet.[1]

Schriften

  • Über eine falsche Auffassung des "nus praktikos": Vorbemerkungen zur Einleitung in das sechste Buch der Nikomachischen Ethik des Aristoteles, Druck F. Frommann, 1873
  • Die Lehre von der praktischen Vernunft in der griechischen Philosophie, Jena: Mauke, 1874. (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern)
  • Zum Gedächtnis Kant's: Festrede gehalten zur Einweihung der neu errichteten Grabstätte des Philosophen in Königsberg am 19. Juni, im Jahre der Säkularfeier der Kritik der reinen Vernunft, Breitkopf, 1881
  • Die Geschichte der Ästhetik im Altertum, ihrer begrifflichen Entwicklung nach dargestellt, O. R. Reisland, 1893.

Literatur

  • Hans Prutz: Die Königliche Albertus-Universität zu Königsberg i. Pr. im neunzehnten Jahrhundert, Hartungsche Verlagsdruckerei, 1894, Seite 319.
  • Julius Nicolaus Weisfert: Biographisch-litterarisches Lexikon für die Haupt- und Residenzstadt Königsberg und Ostpreußen, 2. Aufl., Königsberg 1898.
  • Franz Neubert: Deutsches Zeitgenossen-Lexikon. Biographisches Handbuch deutscher Männer und Frauen der Gegenwart. Schulze, Leipzig 1905.
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena, Ernst Piltz: Dozenten Album der Universität Jena: 1858 bis 1908 ..., Neuenhahn, 1908, Seite 18.
  • Walther Killy und Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 10, K.G. Saur Verlag GmbH & Co. KG, München, 1996 ISBN 3-598-23163-6. Seite 320.

Einzelnachweise

  1. Baltische Historische Kommission (Hrsg.): Eintrag zu Julius Walter. In: BBLD – Baltisches biografisches Lexikon digital
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