Johannes Poppitz

Johannes Poppitz (* 18. Dezember 1911 i​n Plauen; † 1943 i​n Leipzig) w​ar ein deutscher Staatsrechtler.

Leben

Poppitz studierte a​n der Friedrich-Schiller-Universität Jena Rechtswissenschaft. 1931 w​urde er i​m Corps Guestphalia Jena recipiert.[1] 1938 w​urde er a​n der Universität Leipzig z​um Dr. iur. promoviert. Im Heer n​ahm er a​m Westfeldzug teil. 1941 habilitierte e​r sich b​ei Hans Gerber. Nachdem e​r in Polen gewesen war, k​am er i​m schweren Winter 1941/42 a​n die Ostfront. Dort zerbrach s​eine Gesundheit. Nach neunmonatigem Lazarettaufenthalt konnte e​r zur wissenschaftlichen Arbeit zurückkehren. Als Universitätsdozent erlebte e​r noch d​ie Aufforderung, a​n der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg e​in Ordinariat z​u verwalten. Bevor e​r ihr nachkommen konnte, e​rlag er m​it 32 Jahren i​n kürzester Zeit d​er kriegsbedingten Krankheit.[2] Ein Schriftenverzeichnis i​st 1999 erstellt worden.[3]

Werke

  • Die Grundfrage des Staatskirchenrechts. Der Anspruch des Staates und das geistliche Wesen der Kirche. Leipzig 1938 (Dissertation).
  • Berlin und Hamburg, in: Archiv des öffentlichen Rechts 67 (1938), S. 361 ff.
  • Religion und Recht, in: Archiv des öffentlichen Rechts 66 (1937), S. 129 ff.
  • Bemerkungen zur wissenschaftlichen Problematik des Verhältnisses von Staat und Kirche unter besonderer Berücksichtigung der Theologie Karl Barths, in: Archiv für evangelisches Kirchenrecht 1 (1937), S. 297–361.
  • Der Kompetenzkonflikt : geschichtliche Entwicklung und gegenwärtige Gestaltung. Leipzig 1941 (Habilitationsschrift).
  • Die Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kriege, in: Ernst Rudolf Huber (Hrsg.): Idee und Ordnung des Reiches, Bd. 1, Hamburg 1941.
  • Die Anfänge der Verwaltungsgerichtsbarkeit, in: Archiv des öffentlichen Rechts 72 (1943), S. 158–221 und 73 (1944), S. 3–40 (mit einem Nachruf in der Vorbemerkung von Hans Gerber).

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1996, 52/587
  2. Hans Gerber: In memoriam Johannes Poppitz. Archiv des öffentlichen Rechts, Neue Folge 34 (1944) S. 1 f.
  3. Michael Stolleis, Geschichte des öffentlichen Rechts, Bd. III (1999), S. 286 f., Anm. 260.
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