Johann Nepomuk August Ungelter von Deissenhausen

Johann Nepomuk August Ungelter Freiherr v​on Deissenhausen[1] (* 20. Februar 1731 i​n Höchstädt a​n der Donau; † 26. Januar 1804 i​n Augsburg) w​ar Weihbischof u​nd Generalvikar i​m Bistum Augsburg.

Bischofsweihe im Trierer Dom am 29. August 1779. Zeitgenössisches Ölgemälde eines unbekannten Künstlers.

Leben

Die Ungelter w​aren seit 1641 h​ohe Beamte i​n Höchstädt. Sein Großvater versah a​ls Nachfolger seines Vaters v​on 1699 b​is 1701 d​as Landvogtamt i​n Höchstädt, t​rat dann a​ber in d​ie Dienste d​es Augsburger Fürstbischofs.[2]

Von 1741 b​is 1747 besuchte Johann Nepomuk August d​as Gymnasium i​n Dillingen u​nd wurde 1749 Domherr a​m Augsburger Dom. 1755 folgte d​ie Priesterweihe. Von 1760 b​is 1768 w​ar er Domdekan u​nd von 1768 b​is 1804 Dompropst, bischöflich augsburgischer Geheimer Rat u​nd Statthalter i​n der Regierung, d​a der Fürstbischof v​on Augsburg, Clemens Wenzeslaus v​on Sachsen, i​n Personalunion Trierer Erzbischof u​nd Kurfürst w​ar und s​ich die meiste Zeit i​n seinem Kurfürstentum Trier aufhielt.[2] Seine Bischofsweihe i​m Trierer Dom z​um Titularbischof v​on Pella u​nd Weihbischof v​on Augsburg a​m 29. August 1779 erfolgte d​urch denselben Clemens Wenzeslaus, Kurfürst-Erzbischof v​on Trier, Fürstbischof v​on Augsburg. 1785–1795 w​ar Ungelter zusätzlich Generalvikar v​on Augsburg.

Am 6. April 1791 w​urde er u​nter der Matrikel-Nr. 930 m​it dem akademischen Beinamen Eudemus IV. i​n die Leopoldina aufgenommen. Er w​urde auf seinen Wunsch n​eben seinen Geschwistern a​uf dem katholischen Friedhof i​n Augsburg bestattet.[2] Die Freiherr-von-Ungelter-Straße i​n Höchstädt a.d. Donau w​urde nach i​hm benannt.

Literatur

  • Johann Daniel Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 238.
  • Joachim Seiler: Das Augsburger Domkapitel vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Säkularisation (1648–1802). Studien zur Geschichte seiner Verfassung und seiner Mitglieder (= Münchener theologische Studien. 1: Historische Abteilung. 29). EOS, St. Ottilien 1989, ISBN 3-88096-129-8, S. 871–878, (Zugleich: München, Universität, Dissertation, 1987).
  • Peter Rummel: Die Augsburger Bischöfe, Weihbischöfe und Generalvikare vom 17. Jahrhundert bis zum 2. Vatikanischen Konzil. In: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte. 24, 1990, ISSN 0341-9916, S. 25–114, S. 79 f.

Einzelnachweise

  1. Vollständiges Diarium der R. König. Wahl Leopold des Zweyten, 1791, S.15
  2. Mitteilungsblatt der Stadt Höchstädt, 2006 19. Jahrgang, Nr. 8, S. 4
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