Inge Scholz-Strasser

Inge Scholz-Strasser (* 18. Februar 1952 i​n Wien) i​st eine österreichische Kulturmanagerin. Sie w​ar von 1987 b​is 2003 Generalsekretärin d​er Sigmund-Freud-Gesellschaft, leitete a​ls Direktorin v​on 1996 b​is 2013 d​as Sigmund-Freud-Museum i​n Wien u​nd war v​on 2003 b​is 2013 Vorstandsvorsitzende d​er Sigmund Freud Privatstiftung.

Leben

1989 gründete Scholz-Strasser m​it Joseph Kosuth u​nd Peter Pakesch d​ie Konzeptkunstsammlung „Contemporary Art Collection, Sigmund Freud Museum Vienna“, d​ie in New York, Moskau u​nd Istanbul gezeigt wurde. Im Rahmen i​hrer Tätigkeit h​at sie d​ie Sponsoring Organisationen „Verein d​er Freunde d​es Sigmund Freud Museums Wien“ (1991) u​nd „Freud Foundation U.S.“(2006) aufgebaut. Zum 150. Geburtstag Sigmund Freuds 2006 brachte d​ie Stadt Wien a​uf ihre Initiative d​as Haus Berggasse 19 i​n die Stiftung ein. Sie i​st bei Ausstellungen u​nd Kulturprojekten beratend tätig, h​at Beiträge z​ur Biografie Sigmund Freuds u​nd Sozialgeschichte Wiens publiziert u​nd mehrere Bücher u​nd Ausstellungskataloge herausgegeben.

Inge Scholz-Strasser w​ar mit d​em Wiener Stadtschulratspräsidenten Kurt Scholz verheiratet; d​ie Ehe w​urde geschieden.[1] 2012 w​urde ihr d​er Berufstitel „Professor“ verliehen, 2013 d​as goldene Verdienstzeichen d​es Landes Wien. Sie i​st die Enkeltochter v​on Fritz Tejessy.

Ausstellungen (Auswahl)

Kuratiert
  • ON THE ROAD/SULLA STRADA/UNTERWEGS. Eine Ausstellung mit Fotografien von Igor Kovac im Kunstraum Nestroyhof. Wien 2018
  • Hidden Freud. In Kooperation mit Helmut Strutzmann und Jeanne Wolff-Bernstein. Ausstellung auf Litfaßsäulen im öffentlichen Raum. Wien 2014
  • A View From Outside - Reloaded (2010–2011) mit Arbeiten von Susan Hefuna, Ann-Sofi Sidén und Lala Rascic, in Zusammenarbeit mit Peter Pakesch.
  • Eros und Thanatos: gemeinsam mit Monika Knofler und Jeanne Wolff-Bernstein, im Sigmund Freud Museum und dem Palais Liechtenstein (2009)
  • Ferdinand Schmutzer: Sigmund Freud und seine Zeit, gemeinsam mit Monika Knofler im Sigmund Freud Museum (2008–2009)
  • Wege zum Unbewussten. In Kooperation mit Helmut Strutzmann und Lydia Marinelli. 2006 Ausstellung auf Litfaßsäulen im öffentlichen Raum
  • A View From Outside - Continued (2005–2006) mit Arbeiten von Ernesto Neto, Monika Sosnowska und Joan Jonas in Zusammenarbeit mit Lydia Marinelli, Peter Pakesch und Elisabeth Schlebrügge
  • A View From Outside (2003–2004) mit Arbeiten von Joseph Kosuth, Louise Bourgeois und Clegg & Guttmann, in Zusammenarbeit mit Lydia Marinelli, Peter Pakesch und Elisabeth Schlebrügge im Sigmund Freud Museum Wien
  • Foundation for the Arts, Sigmund Freud Museum Vienna. 1997 im Sigmund Freud Museum Wien, gemeinsam mit Peter Pakesch und Joseph Kosuth
Management und Organisation
  • Das Sigmund-Freud-Museum fotografiert von Gerald Zugmann. Eine Serie von zwölf Fotografien und eine Skulptur von Franz West, Budapest 2003
  • Ferdinand Schmutzer, Freud und seine Zeit im Portrait, Bratislava 2011, Krakau 2010
  • Die Couch. Vom Denken im Liegen. 2006 im Sigmund Freud Museum Wien. Kuratorin: Lydia Marinelli
  • Das Sigmund Freud Museum fotografiert von Gerald Zugmann. Eine Serie von zwölf Fotografien und Skulpturen von Franz West und Michaela Spiegel, Budapest 2003
  • Freuds verschwundene Nachbarn. 2003 im Sigmund Freud Museum Wien. Kuratorin: Lydia Marinelli
  • Sigmund Freud: Konflikt und Kultur. (1999–2000) in der Österreichischen Nationalbibliothek. Eine Ausstellung der Library of Congress, gemeinsam mit dem Freud Museum London und dem Sigmund Freud Museum Wien

Publikationen (Auswahl)

  • 2015: mit August Sarnitz (Hrsg.): PRIVATE UTOPIA. Cultural Setting of the Interior in the 19th and 20th Century. De Gruyter 2015
  • 2013: mit Wolfgang Müller-Funk und Herman Westerink (Hrsg.): Monotheism, Psychoanalysis and Law. Leuven University Press 2013
  • 2005: Schinkenkäse-toast in: Allegro ma non troppo. Johnny Weissmüller Kochbuch – Von Freunden für Freunde. Dietmar Werner (Hg.). Literaturverlag Droschl 2005.
  • Das Sigmund Freud Museum. Mehr als nur eine historische Gedenkstätte. In: Lisa Fischer, Regina Köpl (Hrsg.): Sigmund Freud – Wiener Schauplätze der Psychoanalyse. Böhlau 2005
  • Die Foundation for the Arts, Sigmund Freud Museum Vienna. Zur Geschichte der Räume des Sigmund Freud Museums, Berggasse und Zur Kunstsammlung der Sigmund Freud Privatstiftung. In: Traumlandschaften. Kabinet. Russisch/Deutsch. Moskau 2005. (Hrsg.)
  • The Sigmund Freud Museum Contemporary Art Collection. Wien:Sigmund Freud Privatstiftung 1998. 2. Auflage 2005
  • 2002: Adolf Josef Storfer. Berggasse 19. Musée Freud. In: Dictionnaire international de la Psychanalyse, sous la direction de Alain de Mijolla. Paris, Calman Lévy 2002
  • 1998: mit Giselher Guttmann (Hrsg.): Freud and the Neurosciences. From Brain Research to The Unconscious. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 1998
  • 1994: mit Harald Leupold-Löwenthal und Hans Lobner (Hrsg.): Sigmund Freud Museum. Wien IX, Berggasse 19, Katalog. Verlag Christian Brandstätter 1994, mit einem Beitrag: Berggasse 19, das Sigmund Freud Museum und einem Anhang.(Hrsg.)(Deutsch und Englisch)
  • 1994: Aggression und Krieg (Hrsg.)Turia und Kant 1994
  • 1993: Berggasse 19, Einleitung und Bilduntertitel. In: Edmund Engelman. Sigmund Freud. Berggasse 19, Wien. Verlag Christian Brandstätter 1993 (Deutsch, Englisch, Italienisch)
  • 1990: mit Harald Leupold-Löwenthal (Hrsg.) Sigmund Freud-Vorlesungen, Vorlesungen 1970–1988, Böhlau 1990
  • 1986: (Hrsg.): Die Wiener Gauner-, Dirnen- und Zuhältersprache von Albert Petrikovits. Böhlau 1986

Weitere Funktionen

  • 1999–2009: Aufsichtsratsmitglied der Volksoper Wien
  • 2003–2011: Universitätsratsmitglied der Akademie der Bildenden Künste Wien, von 2003 bis 2005 Vorsitzende, 2008–2011 stv. Vorsitzende
  • 2003–2013: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung
  • 2005–2011: Vorstandsmitglied der Volkshochschule Hietzing
  • 2006–2014: Board Member der Freund Foundation U.S.

Einzelnachweise

  1. Matthias Dusini: Das Geschäft mit der Angst. Falter, 31. Juli 2007 (Artikel im Webarchiv).
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