Indikator (Medizin)

Als Indikator bezeichnet man in den Naturwissenschaften eine Substanz, die durch eine sichtbare oder messbare Veränderung einen Vorgang oder Zustand anzeigt. Zum Einsatz kommen vor allem

  • pH-Indikatoren (Farbveränderung bei verändertem pH-Wert; siehe hierzu auch: Indikator (Chemie))
  • Enzymindikatoren (Ablauf einer enzymatischen Reaktion bei Vorliegen einer gesuchten Substanz)
  • radioaktive Indikatoren (Anreicherung radioaktiv markierter Substanzen in bestimmten Regionen)
  • Licht spezifisch absorbierende oder emittierende Substanzen, deren Elimination noninvasiv gemessen wird (wie bei Indocyaningrün beispielsweise)

Einsatz

Diagnostik

Zu diagnostischen Zwecken als Nachweis pathologischer Stoffwechselprozesse, der Abgrenzung aktiver Organbereiche oder zur Bestimmung von Shuntvolumia.
z. B. Nachweis von Glukose im Urin.

Sterilisation

Zur Funktionskontrolle v​on medizinischen Sterilisatoren. Meistens a​ls Papierstreifen o​der Markierung a​uf der Verpackung m​it chemischen Substanzen d​ie unter d​en gewünschten keimabtötenden Bedingungen e​ine Verfärbung zeigen u​nd damit e​ine laufende Funktionskontrolle ermöglichen. Da d​ie chemischen Indikatoren n​ur eine relativ ungenaue Funktionsbestimmung zulassen a​uch als biologische Indikatoren i​n Form v​on Sporen z​ur vorgeschriebenen halbjährlichen Funktionskontrolle.

Siehe auch

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