Humboldt (Mondkrater)

Humboldt ist ein mit etwa 200 Kilometer Durchmesser sehr großer Einschlagkrater am östlichen Rand der Mondvorderseite, zwischen Mare Fecunditatis im Nordosten und Mare Australe im Süden. An seinem nördlichen Rand schließt der kleinere Krater Hecataeus, an seinem westlichen Rand der Krater Phillips an. Der Kraterrand ist stark erodiert und weist Terrassierungen auf. Das Innere ist weitgehend eben mit einem Zentralberg, auf den hin radiale Strukturen verlaufen.

Humboldt
Humboldt und Umgebung (LROC-WAC)
Humboldt (Mond Äquatorregion)
Position 26,85° S, 80,76° O
Durchmesser 199 km
Tiefe 5160 m[1]
Kartenblatt 99 (PDF)
Benannt nach Wilhelm von Humboldt (1767–1835)
Benannt seit 1935
Sofern nicht anders angegeben, stammen die Angaben aus dem Eintrag in der IAU/USGS-Datenbank

199.46

Humboldt (rechts unten) und Hecataeus (Mitte) auf einer Aufnahme von Apollo 15

Vom nordöstlichen Wallrand a​us verläuft d​ie Kraterkette Catena Humboldt i​n nordöstlicher Richtung.

Liste der Nebenkrater von Humboldt
Buchstabe Position Durchmesser Link
B 30,77° S, 83,64° O 21 km
N 26° S, 80,64° O 14 km

Der Krater wurde 1935 von der IAU nach dem deutschen Sprachwissenschaftler und Politiker Wilhelm von Humboldt offiziell benannt. Seinem bekannteren Bruder, dem Naturforscher Alexander von Humboldt, ist das Mare Humboldtianum gewidmet.

Einzelnachweise

  1. John E. Westfall: Atlas of the Lunar Terminator. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2000, ISBN 0-521-59002-7.
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