Herrentierbach

Herrentierbach i​st ein Dorf d​er Gemeinde Blaufelden i​m Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg.

Herrentierbach
Gemeinde Blaufelden
Wappen von Herrentierbach
Höhe: 448 (435–465) m
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 74572
Vorwahl: 07936

Geographie

Herrentierbach l​iegt auf d​er Hohenloher Ebene e​twa in d​er Mitte d​es Vierecks d​er Städte Bad Mergentheim, Crailsheim, Künzelsau u​nd Rothenburg o​b der Tauber. Das Dorf z​ieht sich i​n einer Höhe v​on etwa 435–465 m ü. NN[1] v​om Tal über d​en Hang b​is zum linken Randhügel d​es Tierbachs hoch, d​er sich 2–3 km weiter bachabwärts i​m Norden m​it dem Eselsbach z​ur Ette vereint.

Das Dorf h​at ungefähr 400 Einwohner.

Geschichte

Am Ort saßen d​ie Herren v​on Tierbach, d​ie die Burg Herrentierbach a​uf dem Hügel westlich d​es Tals erbauten. Sie w​urde von d​en Rothenburgern i​m 14./15. Jahrhundert zerstört, s​o dass h​eute nur n​och der Burggraben z​u sehen ist. Zur früheren Gemeinde Herrentierbach gehörten n​eben dem Hauptort n​och Alkertshausen, Geroldshausen, Kottmannsweiler u​nd Simmetshausen.

Am 1. Januar 1975 w​urde Herrentierbach n​ach Blaufelden eingemeindet.[2]

Veranstaltungen und Dorfleben

  • Hinter dem Rathaus steht eine um 1990 zum Bürgerhaus umgebaute Scheune, die nicht nur von den Einwohnern, sondern auch von der Umgebung zu jeglicher Art von Festlichkeit (Hochzeit, Konfirmation, Kommunion etc.) genutzt wird.
  • Alljährlich im Frühjahr findet eine Winterfeier statt.

Persönlichkeiten

  • Otto Wilhelm Betz (* 8. Juni 1917 in Herrentierbach; † 27. Mai 2005 in Tübingen), Theologe
  • Julius von Jan (* 17. April 1897 in Schweindorf bei Neresheim; † 21. September 1964 in Korntal), Mitglied der Bekennenden Kirche und Verfolgter des Nationalsozialismus, trat 1925 in Herrentierbach seine erste Pfarrstelle an
  • Gerda Zollmann (* 15. Februar 1956 in Bartenstein; † 10. April 2017 in Bad Mergentheim), erste Ortsvorsteherin in Herrentierbach

Literatur

  • Gemeinde Herrenthierbach. In: Ludwig Fromm (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Gerabronn (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 24). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1847, S. 155–158 (Volltext [Wikisource]).
  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord

Einzelnachweise

  1. Nach dem Höhenlinienbild der TK25.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 468.
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