Hermann Salinger

Hermann Salinger (* 1911 i​n Hopfing b​ei Wien; † 1970) w​ar ein deutscher Politiker (SED). Er w​ar von 1950 b​is 1954 Oberbürgermeister d​er Hansestadt Stralsund.

Hermann Salinger in seinem Büro in Stralsund

Er erlernte d​en Beruf d​es Industriekaufmanns. 1941 w​urde er z​um Kriegsdienst i​n der Wehrmacht einberufen. Am 6. Mai 1942 geriet e​r in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1943/1944 n​ahm er a​n antifaschistischen Schulungen i​n Talizy u​nd Krasnogorsk t​eil und w​urde vom Nationalkomitee Freies Deutschland Anfang April 1944 a​ls Divisionsbeauftragter a​n der I. u​nd II. Weißrussischen Front eingesetzt.

Hermann Salinger w​ar seit Mai 1945 a​ls Bürgermeister i​n der n​euen Stadtverwaltung u​nter Oberbürgermeister Otto Kortüm tätig. Er w​ar neben anderen a​ktiv an d​er Bildung e​iner Kreisorganisation d​er SED i​n Stralsund beteiligt. Am 5. Mai 1950 w​urde er a​ls Nachfolger v​on Emil Frost d​urch die Stadtverordnetenversammlung z​um Oberbürgermeister gewählt. Bei d​er Konstituierung d​er Stadtverordnetenversammlung a​m 30. Januar 1953 w​urde er z​um Mitglied d​es Rates d​er Stadt berufen.

Im September 1954 w​urde Hermann Salinger a​ls Oberbürgermeister d​urch Erhard Holweger abgelöst. Er fungierte anschließend a​ls Abteilungsleiter b​eim Rat d​es Bezirkes Rostock.[1]

Auszeichnungen

Literatur

  • Herbert Ewe: Geschichte der Stadt Stralsund, H. Böhlau, Weimar 1984
  • Detlev Brunner: Stralsund. Eine Stadt im Systemwandel vom Ende des Kaiserreichs bis in die 1960er Jahre, Veröffentlichungen zur SBZ-/DDR-Forschung im Institut für Zeitgeschichte Oldenbourg, R. Oldenbourg Verlag, München 2010, ISBN 978-3-486-59805-6

Einzelnachweise

  1. Berliner Zeitung, 7. Mai 1955, S. 5.
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