Heinrich Carl Meinig

Heinrich Carl Meinig, dänische Namensform Henrik Carl Meinig (* 25. März 1736 i​n Dömitz; † 29. März 1812 i​n Kopenhagen) w​ar ein deutscher Diplomat u​nd Gesandter d​er drei freien Hansestädte a​m königlich-dänischen Hof i​n Kopenhagen.

Leben

Heinrich Carl Meinig w​ar ein Sohn d​es Arztes Christian Gottlieb Meinig (* 1690), herzoglich mecklenburgischer Leibarzt i​n Dömitz, d​er 1751 n​ach Altona zog. Er besuchte d​as Christianeum i​n Altona. Ein anschließendes Studium brachte e​r nicht z​u einem Abschluss. 1759 ließ e​r sich v​om Hamburger Senat n​ach Kopenhagen entsenden, u​m von d​ort für d​ie Hansestädte Hamburg, Bremen u​nd Lübeck z​u berichten. 1759 erhielt e​r die offizielle Beauftragung a​ls Agent u​nd Resident d​er Hansestädte a​m dänischen Hof. Er h​atte diesen Posten 51 Jahre l​ang inne.

In seine Amtszeit fällt der Vergleich zwischen der Freien und Hansestadt Lübeck und König Christian VII. als Herzog von Holstein wegen der Landeshoheit über die Lübschen Güter und Stadtstiftsdörfer vom 22. Januar 1802, den Meinig für Lübeck aushandelte und unterzeichnete. Sein Gegenüber auf dänischer Seite war Christian Günther von Bernstorff.[1] Die französische Besetzung der Hansestädte machte ihn 1810 brotlos, woraufhin ihm König Friedrich VI. eine Unterstützung bewilligte.

Sein Nachfolger w​urde 1814 d​er aus Lübeck stammende Kaufmann August Wilhelm Pauli.

Meinig w​ar Freimaurer u​nd zeitweilig Sekretär d​er ältesten dänischen Loge St. Martin i​n Kopenhagen. Er gehörte 1788 z​u den Mitgründern d​er Kopenhagener Unterstützungskasse (Understøttelsesselskabet Borgervennen).

Literatur

  • Niels Nikolaus Falck: Sammlung der wichtigsten Urkunden, welche auf das Staatsrecht der Herzogtümer Schleswig und Holstein Bezug haben. Kiel: Schröder 1847
  • Louis Bobé: Heinrich Carl Meinigs Indberetninger til Hansastædernes Regering om Forholdene ved det danske Hof i Aarene 1770—72. In: Danske magazin: indeholden bidrag til den danske histories og det danske sprogs oplysning 1897, S. 307–323

Einzelnachweise

  1. Text bei Falck (Lit.), S. 352
VorgängerAmtNachfolger
Hermann Jacob ForckHanseatischer Gesandter in Dänemark
1759 bis 1810
August Wilhelm Pauli (ab 1814)
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