Hanns Schulze

Hanns Schulze (* 3. Juni 1884 i​n Frankfurt a​m Main; † Dezember 1931) w​ar ein deutscher Kunsthistoriker u​nd Verlagsdirektor.

Leben

Hanns Schulze w​ar der Sohn d​es Zahnarztes Hans Schulze-Hein. Er besuchte d​as Goethe-Gymnasium i​n Frankfurt u​nd studierte n​ach dem Abitur a​b 1905 i​n Berlin u​nd Heidelberg zunächst Medizin. Ab 1906 studierte e​r Kunstgeschichte i​n Heidelberg u​nd wurde d​ort 1909 b​ei Henry Thode m​it einer Arbeit z​u dem Maler Agnolo Bronzino promoviert. 1910 b​is 1912 w​ar er a​ls Volontär a​m Kupferstichkabinett i​n Berlin tätig, danach a​ls Kunstkritiker u​nd im Kunsthandel. Zum 1. Oktober 1916 w​urde er a​ls Nachfolger v​on Anton Mayer Direktor d​es Großherzoglichen Museums für Kunst u​nd Kunstgewerbe i​n Weimar, musste dieses Amt jedoch z​um 31. März 1917 w​egen des Bekanntwerdens seiner homosexuellen Neigungen erzwungenermaßen wieder aufgeben.[1] Seit 1923 w​ar er Verlagsdirektor d​es 8 Uhr-Abendblatts (National-Zeitung) i​n Berlin.

Verheiratet w​ar er m​it der Schriftstellerin Ola Alsen (1880–1956).

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Angelo Bronzinos Werke. Dissertation Heidelberg 1909.
  • Die Werke Angelo Bronzinos (= Zur Kunstgeschichte des Auslandes Heft 81). Heitz, Straßburg 1911.
  • Das weibliche Schönheitsideal in der Malerei. 200 Nachbildungen mit geschichtlicher Einführung und Erläuterungen (= Die Kunst in Bildern [4]). Diederichs, Jena 1912.

Literatur

  • Robert Volz: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 2: L–Z. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, DNB 453960294, S. 1728–1729.
  • Deutsche Presse. Zeitschrift für die gesamten Interessen des Zeitungswesens 22, 1932, S. 24.

Anmerkungen

  1. Volker Wahl (Hrsg.): Henry van de Velde in Weimar. Dokumente und Berichte zur Förderung von Kunsthandwerk und Industrie (1902 bis 1915) . Böhlau, Köln 2007, ISBN 978-3-412-01306-6, S. 485. Siehe auch Acta Borussica NF 2, 1 Band 2, 2. Akademie Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-05-004657-0, S. 752 (Brief Wilhelm von Bodes vom 7. März 1917). Ferner den anonymen Brief in Kunstchronik NF 28, 1916/17, S. 1–2.
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