Friedrich Zorn (Apotheker)

Friedrich Zorn (* 18. März 1643 i​n Berlin, Kurfürstentum Brandenburg; † 8. Juni 1716) w​ar ein Berliner Apotheker u​nd Geschäftsmann.

Friedrich Zorn

Leben

Der Vater Bartholomaeus Zorn (1606–1667) w​ar Apotheker u​nd Ratskämmerer i​n Berlin, d​ie Mutter Elisabeth e​ine Tochter d​es Ratsverwandten Valentin Neumeister. Der Bruder Bartholomaeus w​urde Arzt i​n Berlin.

Friedrich Zorn lernte seit 1657 bei seinem Vater, dann bei Apothekern in Hamburg, Straßburg und Nürnberg. Mit seinem Bruder Bartholomaeus ging er nach Italien, wo beide 1664 in Padua drei Monate Medizin studierten.

1667 übernahm Friedrich Zorn die väterliche Apotheke am Molkenmarkt 4. 1687 erhielt er ein königliches Privileg für Tabakspinnereien und -handel in der Mark Brandenburg und Hinterpommern. In diesem Jahr kaufte er ein Sechstel des Gutes Weißensee bei Berlin mit einem Geschäftspartner, das 1691 wieder veräußert wurde. Friedrich Zorn kam offenbar zu erheblichem Reichtum. Von 1694 ist ein Verleih von 1000 Talern an den Alchimisten Johann Kunckel überliefert.

1696 ließ e​r ein n​eues Haus für d​ie Apotheke a​m Molkenmarkt bauen.[1]

In diesem Jahr k​am der j​unge Johann Friedrich Böttger a​ls Lehrling z​u ihm, d​er bald Berühmtheit erlangte u​nd 1701 v​or den Augen seines Lehrmeisters u​nd weiterer Zeugen e​in Stück Gold hergestellt h​aben soll.[2]

Friedrich Zorn w​ar zweimal verheiratet.[3] Alle sieben Kinder starben v​or ihm.

  • Anna Elisabeth, heiratete den späteren Berliner Propst Johann Porst.

Literatur

  • Manfred Stürzbecher: Zur Biographie Alt-Berliner Apotheker. In: Beiträge zur Pharmazie und ihrer Nebengebiete. Band 2. 1956. S. 49–75, hier S. 65–67 PDF

Einzelnachweise

  1. Inschrift am ehemaligen Haus Stadtmuseum Berlin
  2. Dietrich Nummert, Böttgers Jahre in Berlin, S. 84
  3. Lothar Noack, Jürgen Splett: Bio-Bibliographien, Brandenburgische Gelehrte der Frühen Neuzeit, Berlin-Cölln 1688–1713. 2000. ISBN 3-05-003318-5, S. 506–510, Biographie der zweiten Ehefrau Ursula Maria Zorn, geborene Bernhard
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