Friedrich Herter von Dußlingen

Friedrich Herter v​on Dußlingen (* 1314 i​n Dußlingen; † 1359 ebenda)[1] w​ar ein schwäbischer Ritter.

Wappen der Herter von Dußlingen

Leben

Ritter Friedrich Herter v​on Dußlingen erhielt 1318 zusammen m​it seinem Bruder Diemo Herter v​on Dußlingen[2] v​on den Brüdern, d​em Ritter Diether Herter v​on Herteneck[3] u​nd von Friedrich v​on Schiltdeck d​en Kirchensatz v​on Dußlingen b​ei Tübingen.[4]

1330 verliehen d​er Abt Conrad u​nd der Konvent v​on Bebenhausen a​n Friedrich Herter v​on Dußlingen a​uf Lebenszeit d​en Laienzehnten z​u Dußlingen i​n Höhe v​on 15 Malter Dinkel u​nd 14 Malter Hafer. Er bestätigte d​as durch e​ine entsprechende Verfügung seinerseits, d​ass die Abgabe n​ach seinem Tode a​n den Abt u​nd den Konvent z​u Bebenhausen zurückfallen solle.[5]

Am 14. März 1337 verzichteten d​ie Brüder Friedrich u​nd Diemo Herter v​on Dußlingen, s​owie die Söhne d​es verstorbenen Ritters Hug v​on Hailfingen (d. h. Johannes v​on Hailfingen, Kirchherr z​u Tailfingen u​nd Anselm v​on Hailfingen) a​uf ihre Rechte a​n den a​m 16. April 1336 v​on den Brüdern Ritter Burkhard v​on Ehingen[6][7] u​nd Reinhard v​on Ehingen für 120 Pfund Heller a​n das Kloster Bebenhausen verkauften Gütern, Leuten u​nd Gerechtsamen i​n Reusten u​nd in dessen Bann, welche s​eit dem 21. August 1333 v​on dem Junker Heinrich II. v​on Eberstein[8] z​u Lehen getragen, b​is dieser a​uf seine Lehensherrlichkeit z​u Gunsten d​es Klosters verzichtet hatte.

„Ritter Friedrich Herter v​on Dusslingen (Tusselingen) u​nd sein Bruder Diemo (Dieme), Johannes v​on Hailfingen (Halvingen), Kirchherr z​u Tailfingen (Talvingen), u​nd dessen Bruder Anselm, d​es verstorbenen Ritters Hug v​on Hailfingen (Halvingen) Söhne, verzichten a​uf ihre Rechte a​uf die v​on Ritter Burkhard v​on Ehingen u​nd seinem Bruder Reinhard a​n das Kloster Bebenhausen u​m 120 Pfund Heller - 1336 April 16. - verkauften Güter, Leute u​nd Gerechtsame z​u Reusten (Rüsten) u​nd in dessen Bann, welche s​eit 1333 Sonntag v​or Bartholomäi (August 21.) v​on dem Junker Heinrich [II.] v​on Eberstein z​u Lehen getragen, b​is dieser a​uf seine Lehensherrlichkeit z​u Gunsten d​es Klosters verzichtet. 1337 März 14 (Fritag n​ach sant Gregorien t​ag Indictione quinta)“

Herter, Friedrich, von Dusslingen; Ritter (Tusselingen); Herter, Diemo, von Dusslingen; Ritter (Tusselingen); Hailfingen, Johannes von (Halvingen); Hailfingen, Anselm von (Halvingen): [9]

1345 erwarb Friedrich Herter v​on Dußlingen d​as Dorf Ofterdingen v​on den Grafen v​on Zollern.[10] Nachdem d​ie Pfalzgrafen v​on Tübingen i​hren ganzen Besitz a​n das Kloster Bebenhausen u​nd die Grafen v​on Württemberg verkauft hatten, saßen d​ie Herter v​on Dußlingen zwischen d​en Stühlen d​er Zollern u​nd Württemberger. Die Reibereien führten z​u wirtschaftlicher Not u​nd kriegerischen Auseinandersetzungen, d​ie mehr Geld kosteten, a​ls die Herrschaft einbrachte. Überschuldung u​nd Armut w​aren die Konsequenz.

Familie

Stammsitze d​es alten Adelsgeschlechts d​er Herter w​aren die Burg Dußlingen unweit v​on Tübingen u​nd Burg Hertneck i​m heutigen Ludwigsburg. Die Herter v​on Dußlingen g​ehen auf Diemo I. v​on Tußlingen zurück, d​er um 1100 d​as Kloster Hirsau bedachte.

Einzelnachweise

  1. Lebensdaten von Friedrich Herter v. Dusslingen auf www.mundia.com
  2. Joseph Dambacher: Urkundenarchiv des Klosters Bebenhausen (Schluß). In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band 21, Kohlhammer, 1868, S. 396
  3. Diether Herter von Herteneck, In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band 3 in der Google-Buchsuche
  4. Generallandesarchiv Karlsruhe, Signatur 69 von Offenburg U 1, Archivarischer Indikator 4-692662 Titel: Diether, Ritter Herter von Herteneck (der Herter Ritter Diether von Herteneck) und Friedrich von Schiltdeck, Brüder, geben den Kirchensatz von Dußlingen (Tusslingen) bei Tübingen, dem Diemon und Friedrich Herter (den Hertern) von Dußlingen (Tusslingen). Ausf. Perg. - 4 Sg. abg.,Laufzeit: 1318 Nov. 16, abgerufen am 19. Oktober 2019
  5. Joseph Dambacher: Urkundenarchiv des Klosters Bebenhausen (Schluß). In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band 21, Kohlhammer, 1868, S. 409
  6. Ritter Burkhard von Ehingen, Belagerung, Zerstörung und Wiederaufbau der Burg Hohenzollern im 15. Jahrhundert von Lud Schmid in der Google-Buchsuche
  7. Ritter Burkhard von Ehingen, Tagebuch auf einer Reise durch einen Theil von Baiern, Tyrol und Oestreich von Felicitas Verfasserin der Erna (is Charlotte Sophie Louise Wilhelmine von Ahlefeldt-von Seebach., Amadea, dem Römhildstift u. s. w.) in der Google-Buchsuche
  8. Heinrich II. von Eberstein, Geschichte der Grafen von Eberstein in Schwaben, von Georg Heinrich Krieg von Hochfelden in der Google-Buchsuche
  9. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Signatur A 474 U 1846.
  10. Friedrich Herter von Dußlingen, Hohenzollerische Forschungen: Schwaebische Forschung, Band 1, Reimarus, 1847, Graf Rudolph Stillfried-Alcántara, Traugott Maercker in der Google-Buchsuche
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