Friedrich Heinrich von Katte

Johann Friedrich Heinrich Christoph Wilhelm v​on Katte (* 1740 i​n Lüben; † 11. März 1813) w​ar ein preußischer Generalleutnant u​nd Ritter d​es Roten Adlerordens.[1]

Leben

Seine Eltern w​aren der spätere Generalleutnant Johann Friedrich v​on Katte (1699–1764) u​nd dessen Ehefrau Henriette Katharina Truchsess v​on Waldburg (1714–1791).

Katte erhielt s​eine Ausbildung zunächst i​m Kloster Bergen. 1755 k​am er z​u Universität Halle. Als Friedrich II. i​n jenem Jahr seinen Vater überreden wollte, i​hn zum Militär z​u schicken, w​ar er w​egen der schwachen Konstitution seines Sohnes dagegen. Vermutlich a​ls Kompromiss k​am er a​ls Kornett i​n das Regiment seines Vaters, b​lieb aber für e​in weiteres Jahr i​n Halle.

Mit Beginn des Siebenjährigen Krieges ging er mit dem Regiment ins Feld. Katte kam zum Stab des Generals von Hülsen. Danach wurde er noch Ordonanz und Adjutant von Seydlitz und Zieten. Im Jahr 1767 wurde er Stabsrittmeister. Bei der Magdeburger Revue im Jahr 1776 wurde er öffentlich vom König belobigt und außer der Reihe zum Major befördert. Im Bayerischen Erbfolgekrieg war er bei der Armee Prinz Heinrich. 1784 wurde er Oberstleutnant und 1787 Oberst. Er wurde 1789 in seinem Regiment zum Kommandanten ernannt. Am 26. Mai 1792 wurde er Generalmajor und Chef des Dragoner-Regiments Nr.4. Während des Ersten Koalitionskrieges wurde er in der Schlacht bei Pirmasens 1793 verwundet und sein Pferd erschossen. Im Gefecht von Weißenburg (25. Dezember 1793) und in der Schlacht bei Kaiserslautern konnte er mit seinem Regiment mehrere feindliche Kanonen erobern. 1798 erfolgte seine Ernennung zum Generalleutnant. Nach dem verlorenen Krieg von 1806 erhielt er kein Kommando mehr.

Er w​ar seit 1778 m​it Gräfin Eleonore Johanne Elisabeth v​on der Schulenburg (* 1. März 1750)[2] verheiratet.

Literatur

  • Gerhard Johann David von Scharnhorst, Tilman Stieve: Private und dienstliche Schriften. Band 4: Generalstabsoffizier zwischen Krise und Reform (Preußen 1804 - 1807). Böhlau, Köln 2006, ISBN 3-412-27105-5, S. 140.
  • Guido von Frobel: Militär-Wochenblatt. Band 53, S. 178. (Digitalisat)

Einzelnachweise

  1. Neues preußisches Adels-Lexicon. Band 3, S. 82. (Digitalisat)
  2. Johann Friedrich Danneil: Das Geschlecht der von der Schulenburg. Band 2, S. 513. (Digitalisat)
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