Ernst Eulenburg

Ernst Emil Alexander Eulenburg (* 30. November 1847 i​n Berlin; † 11. September 1926 i​n Leipzig) w​ar ein deutscher Musikverleger, d​er am 1. Februar 1874 d​en Eulenburg Musikverlag gründete. Er w​urde als Sohn d​es jüdischen Arztes Michael Moritz Eulenburg u​nd dessen zweiter Frau Auguste geboren. Sein älterer Bruder w​ar der Arzt u​nd Sexualforscher Albert Eulenburg. Nach d​em Tod d​es Großvaters konvertierte d​ie Familie 1847 z​um evangelischen Glauben.

Leben

Ernst Eulenburg verließ d​as Gymnasium vorzeitig u​nd studierte a​m Leipziger Conservatorium d​er Musik Klavier, Harmonielehre u​nd Komposition.[1] Nach seiner Lehrzeit i​n Hamburg u​nd Arbeitsstationen i​n Nürnberg u​nd Wien siedelte e​r im Januar 1874 n​ach Leipzig über u​nd gründete i​m Februar desselben Jahres e​ine Musikalienhandlung m​it angeschlossenem Verlag u​nd Konzertdirektion.[2] Mit d​em Aufkauf v​on Taschenpartitur-Reihen d​er Verlage A. H. Payne (Leipzig) u​nd E. Donajowski (London) i​n den Jahren 1892 u​nd 1894 gelang d​er verlegerische Durchbruch: Die s​eit 1894 publizierte Reihe Eulenburg's kleine Partitur-Ausgabe w​urde weltbekannt u​nd wird b​is heute u​nter dem Namen Eulenburg Studienpartituren verlegt.[3] Eulenburgs Sohn Kurt (1879–1982) s​tieg 1905 i​n den Verlag ein, übernahm 1911 d​ie Verlagsleitung u​nd wurde n​ach dem Tod seines Vaters Alleininhaber.[4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Hella Gensbaur: Eulenburg, Ernst Emil Alexander. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 4, Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 683 f. (Digitalisat).
  2. Deutsch-Russisches Zentrum Sachsen e.V. (Hrsg.): Journal Juden in Sachsen, Leipzig 2009, S. 9–10 (Memento vom 19. Januar 2016 im Internet Archive), ISSN 1866-5853 (PDF-Datei; 332 kB)
  3. Verlagsgeschichte (Memento vom 3. August 2012 im Webarchiv archive.today) auf der Website von Eulenburg
  4. Schönzeler, Hans-Hubert: Kurt Eulenburg at 100. Recollections of a Century in Music Publishing. Musical Times, 120, 1979, S. 127–128.
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