Emil Gottfried Fischinger

Emil Gottfried Fischinger (* 5. November 1860 i​n Hausach, Baden; † 28. März 1931 i​n Dresden) w​ar ein deutscher Elektrotechniker.

Leben und Wirken

Seine Eltern w​aren der Müller Josef Fischinger u​nd dessen Ehefrau Apollonia Fischinger geb. Schätzle. Er machte e​ine Lehre a​ls Feinmechaniker, u​nd nach zusätzlichem Selbststudium t​rat er 1880 a​ls Konstrukteur für elektrische Maschinen i​n das Unternehmen v​on Hermann Pöge i​n Chemnitz ein, w​o er z​um Chefingenieur aufstieg.[1]

Der Unternehmer Oskar Ludwig Kummer engagierte Fischinger 1887 a​ls Betriebsingenieur.[2] Fischinger w​ar bis 1899 i​n Kummers Unternehmen tätig u​nd stieg d​ort schon b​ald zum Chefingenieur u​nd 1894 a​uch zum Werksdirektor auf.[2] 1891 konstruierte e​r für Kummer d​en ersten Gleichstrom-Nebenschluss-Generator m​it Kohlebürsten.

Nach d​em Ausscheiden a​us Kummers Unternehmen gründete Fischinger s​ein eigenes Ingenieurbüro.[2] Im Jahr 1911 w​ar er Konstrukteur d​er 110-kV-Leitung Lauchhammer–Riesa, d​ie 1912 i​n Betrieb genommen wurde.[3]

Im Jahr 1918 verlieh d​ie Technische Hochschule Karlsruhe Fischinger d​ie Ehrendoktorwürde (als Dr.-Ing. E. h.).

Schriften

  • Die Entstehungsgeschichte der ersten 100-kV-Anlage in Europa, in Lauchhammer; In: Geschichtliche Einzeldarstellung aus der Elektrotechnik; III, 1932.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Emil Gottfried Fischinger (1860-1931), Pionier der Starkstromtechnik. Hausach-Chronik-Online, abgerufen am 3. März 2020.
  2. Dietmar Siegmund (VDE-Bezirksverein Dresden): Die 110 000-V-Fernleitung Lauchhammer – Gröditz – Riesa – vom ersten Gedanken bis zur Außerbetriebnahme. (PDF; 8,6 MB) Vortrag beim Industry Partner Symposium, 2012. Abgerufen am 12. November 2013.
  3. 110-KV-Freileitung Lauchhammer - Gröditz - Riesa bei der Deutschen Fotothek, abgerufen am 7. Juni 2011.
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