Eduard von Beschi

Eduard Josef Freiherr v​on Beschi (* 13. März 1848 i​n Ungarisch-Ostra; † 26. April 1916 i​n Wien) w​ar ein österreichischer k. u. k. Offizier (Feldzeugmeister) italienisch-ungarischer Abstammung, Chef d​er Festungsartillerie i​n den österreichisch-ungarischen Streitkräften u​nd Inhaber d​es Feldartillerieregiments Nr. 2 s​owie Naturwissenschaftler.

Eduard Josef Freiherr von Beschi 1899 als Generalmajor

Biografie

Nach erfolgreichem Abschluss d​er Artillerieakademie i​n Mährisch-Weißkirchen w​urde er a​m 1. September 1869 a​ls Leutnant d​em 4. Festung Artillerie-Bataillon zugeteilt, d​och kurze Zeit später i​m Schlesischen Feldartillerie-Regiment Nr. 9 i​n Wien stationiert, w​as er m​it dem Besuch d​er k.u.k. Technischen Militärakademie verband. Nach erfolgreichem Studienabschluss w​urde er a​m 29. Oktober 1873 z​um Oberleutnant i​m 10. Festung Artillerie-Bataillon, währenddessen e​r die Technische Hochschule i​n Wien frequentierte, d​ann am 1. November 1877 z​um Hauptmann 1. Klasse befördert.[1] Während Beschi i​n Wien m​it der Herstellung n​euen Schießmaterials für d​ie Feldartillerie (später a​ls Modell 75 eingeführt) beschäftigt war, engagierte e​r sich a​ls Hauptmann i​n der Entwicklung, Konstruktion u​nd Lieferung v​on Belagerungsartillerie (Modell 1880) u​nd die großen Geschütze d​er Küstenartillerie, w​as ihn z​u zahlreichen Reisen, s​ogar bis n​ach Schweden veranlasste. Am 25. Oktober 1885 Major, w​urde der Freiherr z​um Artilleriechef ernannt u​nd ihm d​er Vorsitz d​er 3. Abteilung d​es ersten Abschnitts d​er technischen Verwaltung d​es militärischen Ausschuss übertragen.[2]

Am 25. Oktober 1885 Major, w​urde der Offizier z​um Artilleriechef ernannt u​nd ihm d​er Vorsitz d​er 3. Abteilung d​es ersten Abschnitts d​er technischen Verwaltung d​es militärischen Ausschuss übertragen, weiters Oberstleutnant (1. November 1890), Oberst (1. Mai 1893) u​nd Kommandant d​es Festungsartillerieregiments Nr. 6 i​n Komorn.[3] Nach d​em plötzlichen Tod seiner Gattin bewarb e​r sich w​eg und übernahm schließlich d​as Kommando d​es Festungsartillerieregiments Nr. 4 i​n Pola a​m 11. März 1897.

Am 10. Oktober 1898 ernannte m​an ihn z​um Festungsartilleriedirektor i​n Pola, sodann a​m 1. Mai 1899 (Rang v​om 15. Mai 1899) z​um Generalmajor.[4]

Mit Rang v​om 4. Mai 1904 w​urde der Oberstinhaber d​es Feldartillerieregiments Nr. 2 z​um Feldmarschalleutnant u​nd Inspektor d​er Festungsartillerie u​nd somit Chef d​er gesamten Festungsartillerie i​n den österreichisch-ungarischen Streitkräften, ernannt.[5]

Anlässlich des 60. Kronjubiläums Kaiser Franz Josefs I. und für seine 40-jährigen hervorragenden Verdienste verlieh man ihm des Kommandantenkreuz des Leopoldordens am 12. August 1908. Infolgedessen beantragte er für sich und seine Familie den (taxfreien) Freiherrentitel. Durch allerhöchste Entschließung vom 26. Oktober 1909 und Diplom vom 30. November 1909 zu Wien erfolgte die Erhebung in den Herrenstand.[6][7] Zwischenzeitlich war Beschi am 26. April 1909 mit dem Titel und Charakter eines Feldzeugmeisters geehrt worden.[8]

Auszeichnungen

Familie

Auf e​iner seiner Dienstreisen lernte e​r seine spätere Frau Walburga (Wally) Salbach (1856–1896) kennen, d​ie am 11. Januar 1883 i​n Berlin heiratete u​nd mit i​hr drei Kinder hatte: Margareta Maria, Edith u​nd Hans Eduard, d​er während d​es Ersten Weltkriegs a​ls junger Oberleutnant i​n russische Kriegsgefangenschaft (Tobolsk) geraten war. Während seiner Kommandantur d​es Festungsartillerieregiments i​n Komors erkrankte s​eine Frau u​nd starb e​rst 40-jährig, binnen kurzer Zeit, d​en Witwer m​it drei unmündigen Kindern hinterlassend.

Nach seiner Pensionierung (1. November 1909) wohnte e​r in d​em von seinem Vater geerbten Haus i​m 1. Wiener Bezirk (Heinrichgasse 4). Er w​urde auf d​em Döblinger Friedhof bestattet.[9]

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch des Adels (A–E), FB, 1913 und 1929.
  • Friedrich Gatti: „Geschichte der K. Und K. Technischen Militär-Akademie: Th. Geschichte der K. K. Bombardier-Corps, der K. K. Artillerie-Hauptschule, und der K. K. Artillerie-Akademie 1786–1869“, Band 2, Verlag Wilhelm Braumüller, Wien 1905, S. 744.
  • Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918, Österreichisches Staatsarchiv, 1907.
  • Schematismus für das kaiserliche und königliche Heer und für die kaiserliche und königliche Kriegsmarine, K. K. Hof- und Staatsdruckerei, 1907.

Einzelnachweise

  1. Kais. Königl. Militär-Schematismus, K. K. Hof- und Staatsdruckerei., 1883, S. 50
  2. Friedrich Gatti: „Geschichte der K. Und K. Technischen Militär-Akademie: Th. Geschichte der K. K. Bombardier-Corps, der K. K. Artillerie-Hauptschule, und der K. K. Artillerie-Akademie 1786–1869“, Band 2, Verlag Wilhelm Braumüller, Wien 1905, S. 744
  3. Alphons Wrede (Freiherr von.), Anton Semek; „Geschichte der K. und K. Wehrmacht: die Regimenter, Corps, Branchen und Anstalten von 1618 dis Ende des XIX, Jahrhunderts“, in Band 1 und Band 4, S. 436
  4. Kais. Königl. Militär-Schematismus, K.K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1903, S. 144
  5. Schematismus für das kaiserliche und königliche Heer und für die kaiserliche und königliche Kriegsmarine, K. K. Hof- und Staatsdruckerei., 1907, S. 114, 162
  6. http://www.jaskolowski.art.pl/fsar2/biografie.html
  7. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch des Adels (A-E), FB, 1913 und 1929
  8. Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918, Österreichisches Staatsarchiv, 1907, S. 15
  9. Wiener Zeitung vom 28. April 1916, S. 6
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