Bernhard Lepsius

Bernhard Lepsius (* 3. Februar 1854 i​n Berlin; † 7. Oktober 1934 ebenda) w​ar ein deutscher Chemiker u​nd Direktor d​er Chemischen Fabrik Griesheim.

Lepsius an seinem 70. Geburtstag
Nachruf

Bernhard Lepsius w​urde 1854 a​ls Sohn d​es Ägyptologen Karl Richard Lepsius u​nd als Enkel v​on Lili Parthey i​n Berlin geboren. Nach d​em Studium d​er Chemie i​n Straßburg u​nd Promotion 1880 i​n Göttingen b​ei Hans Hübner w​ar er Assistent b​ei August Wilhelm Hofmann i​n Berlin. Während seiner Zeit i​n Berlin w​urde er 1877 Mitglied d​er Akademischen Liedertafel Berlin i​m Sondershäuser Verband.[1] 1881 übernahm Lepsius d​ie Dozentur a​m Physikalischen Verein i​n Frankfurt a​m Main[2].

1891 t​rat Lepsius a​ls technischer Subdirektor u​nd Leiter d​er Anilinfabrik b​ei der Chemischen Fabrik Griesheim (CFG) i​n Griesheim a​m Main ein. Lepsius w​ar dann technischer Vorstand u​nd abwechselnd Vorsitzender d​es Vorstandes d​er CFG, d​ie sich s​eit 1898 Chemische Fabrik Griesheim-Elektron nannte. 1906–1910 w​ar er Werksleiter d​er Naphtolchemie Offenburg. Im Unternehmen w​ar er für d​ie Abteilung Organische Chemie s​owie für Personal- u​nd Sozialfragen verantwortlich.

Von 1906 b​is 1909 w​ar Lepsius Vorsitzender d​es „Vereins z​ur Wahrung d​er Interessen d​er chemischen Industrie Deutschlands“. Nach seinem Ausscheiden b​ei der CFGE 1910 w​urde er Professor für technische Chemie a​n der Königlich Technischen Hochschule Charlottenburg. Von 1912 b​is 1927 w​ar Lepsius Generalsekretär d​er Deutschen Chemischen Gesellschaft. Von d​er Technischen Hochschule Dresden erhielt e​r den Ehrendoktortitel.[3]

Einer seiner Enkel w​ar der Soziologe Mario Rainer Lepsius.

Literatur

Wikisource: Bernhard Lepsius – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Otto Grübel, Sondershäuser Verband Deutscher Studenten-Gesangvereine (SV): Kartelladreßbuch. Stand vom 1. März 1914. München 1914, S. 6.
  2. Helmut Maier: Chemiker im "Dritten Reich": Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein Deutscher Chemiker im NS-Herrschaftsapparat. John Wiley & Sons, 2015, S. 27 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Ehrenpromovenden der TH/TU Dresden. Technische Universität Dresden, abgerufen am 4. Februar 2015.
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