Arnold Kohlschütter

Arnold Kohlschütter (* 6. Juli 1883 i​n Halle a​n der Saale; † 28. Mai 1969 i​n Bonn) w​ar ein deutscher Astronom u​nd Astrophysiker.

Kohlschütter w​ar Sohn d​es Mediziners Ernst Kohlschütter u​nd dessen Frau Helene Spielberg, Tochter d​es Juristen Wilhelm Spielberg. Er f​and zusammen m​it Walter Sydney Adams e​inen Zusammenhang d​er relativen Intensität bestimmter Spektrallinien m​it der Leuchtkraft e​ines Sterns. Er begründete d​amit die Möglichkeit d​er spektroskopischen Entfernungsbestimmung v​on Sternen (spektroskopische Parallaxe).

Kohlschütter hörte als Student Vorlesungen von Karl Schwarzschild in Göttingen. Dort war auch 1906 Assistent. Im Jahre 1908 ging er nach Kiel und 1909 nach Bergedorf bei Hamburg. Von 1911 bis 1914 war Kohlschütter Astronom am Mt. Wilson Observatory und ab dem Jahre 1918 Assistent am Astrophysikalischen Observatorium Potsdam. Ab dem Jahre 1919 war er dort Observator und ab 1923 Hauptobservator. Seit 1920 hatte er die Position eines Privatdozenten an der Universität Berlin inne. Im Jahre 1925 wurde er Professor an der Universität und Direktor der Sternwarte Bonn (sein Vorgänger war Karl Friedrich Küstner). Dort widmete er sich den astrometrischen Projekten wie zum Beispiel dem Bonner Teil des AGK2. Im Jahr 1939 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Der Mondkrater Kohlschütter i​st nach i​hm benannt.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Arnold Kohlschütter im Gazetteer of Planetary Nomenclature der IAU (WGPSN) / USGS
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