Anton Kohl (Politiker, 1851)

Anton Kohl (* 19. Juni 1851 i​n Kipfenberg; † 9. Juli 1913 i​n Eichstätt) w​ar katholischer Geistlicher u​nd Mitglied d​es Deutschen Reichstags.

Anton Kohl als Reichstagsabgeordneter 1912

Leben

Kohl besuchte das Gymnasium in Eichstätt und das Lyceum in Eichstätt. Er war erst Kooperator in Raitenbuch 1876, Pfarrprovisor in Pölling 1877 und Domkaplan in Eichstätt 1880. Danach war er Stadtpfarrprediger in Ingolstadt 1883, Stadtpfarrer in Dietfurt 1892, Stadtpfarrer in Ingolstadt 1904, Dekan des Kapitels Ingolstadt 1905 und Domkapitular in Eichstätt ab 1907. Er veröffentlichte die politische Schrift: Die Bodenzinse und war an der Gründung der Darlehenskassen-Verein Dietfurt o. Pf. e.G.m.u.H. beteiligt.[1]

Weiter w​ar er Abgeordneter d​es bayerischen Landtags v​on 1893 b​is 1905 u​nd Landrat für Oberbayern v​on 1905 b​is 1906. Von 1898 b​is zu seinem Tode w​ar er Mitglied d​es Deutschen Reichstags für d​en Wahlkreis Oberpfalz 3 (Neumarkt, Velburg, Hemau) u​nd die Deutsche Zentrumspartei.[2]

In Dietfurt g​ibt es e​inen Pfarrer-Kohl-Weg.

Einzelnachweise

  1. Die Entwicklung der Raiffeisenbank Neumarkt i.d.OPf. eG (Memento vom 20. Mai 2014 im Internet Archive)
  2. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 200; Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Bündnisse, Ergebnisse, Kandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 15). Halbband 2, Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4, S. 1036–1039
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