Adolf von Heintze-Weißenrode

Adolf Wolf Hans Freiherr v​on Heintze-Weißenrode (* 10. Mai 1864 i​n Berlin; † 11. März 1956 i​n Kiel[1]) w​ar ein deutscher Verwaltungsbeamter.

Familie

Adolf v​on Heintze w​ar Sohn d​es Gutsbesitzers Friedrich Freiherr v​on Heintze-Weißenrode u​nd der Caroline, geborene Freiin v​on Thielmann. Stammsitz d​er Familie w​ar das Gut Niendorf b​ei Lübeck, d​as 1802 s​ein Urgroßvater, d​er Mediziner Friedrich Adolf v​on Heinze erworben hatte. Sein Onkel Johann Adolph v​on Heintze w​ar sein Amtsvorgänger a​ls Landrat d​es Kreises Bordesholm. Sein Bruder Ernst w​ar Diplomat u​nd Kammerherr d​es Kaisers. Aus seiner Ehe m​it Luise, geborene Freiin v​on Vincke g​ing eine Tochter hervor.

Leben

Altes Kreishaus Bordesholm

Nach d​em Besuch d​es Gymnasiums i​n Kiel studierte Heintze a​n der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn u​nd der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin Rechts- u​nd Kameralwissenschaften. 1883 w​urde er Mitglied d​es Corps Borussia Bonn.[2] Er w​ar ab 1892 Assistent seines Onkels u​nd ab 1894 s​ein Nachfolger a​ls Landrat d​es Kreises Bordesholm. In seiner Amtszeit w​urde 1913 d​as heutige Alte Kreishaus errichtet. Außerdem w​ar er v​on 1901 b​is 1932 Präsident d​es Raiffeisen-Verbandes i​n Schleswig-Holstein.

1920 unterstützte Heintze d​en Kapp-Putsch u​nd wurde n​ach dessen Scheitern a​ls Landrat abgesetzt. Sein Nachfolger w​urde der bisherige e​rste Kreisbeigeordnete Arthur Zabel.[3] Er w​ar seit 1911 preußischer Kammerherr s​owie Oberleutnant d​er Reserve i​m Husaren-Regiment „Königin Wilhelmina d​er Niederlande“ (Hannoversches) Nr. 15.

Ehrungen

  • Seit 1909 heißt die Bordesholmer Straße in der sich das Wohnhaus der Familie Heintze befand „Heintzestraße“[4]
  • 1906 wurde die Heintzestraße im Kieler Stadtteil Gaarden-Süd nach der Familie Heintze benannt.

Literatur

  • Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Düsseldorf 1902, S. 207.
  • G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Aschaffenburg 1928, S. 203.

Einzelnachweise

  1. Hans-G. Hilscher, Dietrich Bleihöfer: Heintzestraße. In: Kieler Straßenlexikon. Fortgeführt seit 2005 durch das Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Februar 2017 (kiel.de).
  2. Kösener Korpslisten. 1910, „19“, 574.
  3. Thomas Großbölting, Lukas Grade: Wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte der Landräte hinsichtlich möglicher Verstrickungen während der Zeit des Nationalsozialismus. Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 2015, S. 152, abgerufen am 29. August 2021.
  4. geschichtsverein-bordesholm.de zum Kreis Bordesholm 1867–1932.
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