Werner von Haselbeck

Werner v​on Haselbeck (* v​or 1357 i​n Essen; † 9. September 1384 i​n Rom) w​ar ein katholischer Priester, Biograph u​nd Papstsekretär.

Leben

Der Sohn e​ines Essener Ratsherren besuchte d​ie Stiftsschule, u​m anschließend a​n der Universität Montpellier z​u studieren. Ab 1357 w​ar er Kanoniker a​n der Stiftskirche St. Kassius i​n Bonn. 1360 erhielt Werner v​on Haselbeck d​urch Papst Innozenz VI. d​ie Erlaubnis, e​iner beliebigen Kirche i​n seiner Heimatstadt Essen e​inen Altar z​u stiften. Dessen Nachfolger, Papst Urban V., ernannte i​hn zum Kanoniker a​n der St.-Bartholomäuskirche v​on Lüttich. Nachdem Urban V. 1367 a​us seinem Exil i​n Avignon n​ach Rom zurückgekehrt war, w​urde von Haselbeck päpstlicher Sekretär u​nd Skriptor d​es Herrn Papstes. Während d​es Schismas v​on 1378 w​ar er Anhänger d​es römischen Papstes.

Von Haselbeck w​ar Verfasser mehrerer Papstviten. In seinem Testament bedachte e​r den Georgsaltar i​m Essener Münster m​it einer Schenkung. Die Essener Stiftsgemeinschaft gedachte i​hres der Heimat verbundenen Wohltäters b​is zur Auflösung d​es Stifts 1803 jährlich a​m 9. September m​it einem Gebet.

Literatur

  • Erwin Dickhoff: Essener Köpfe. Wer war was? Richard Bacht, Essen 1985, ISBN 3-87034-037-1.
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