Tobias Spingler

Tobias Spingler (* u​m 1590 i​n Liebenau i​n der „Marck“[1]; † n​ach 1625[2]) w​ar ein Maler, d​er in Württemberg wirkte. Er i​st in Tübingen u​nd Stuttgart nachweisbar.

Leben

Nach e​iner Malerlehre (wo u​nd bei w​em ist n​icht bekannt) g​ing Tobias Spingler a​uf die Wanderung, d​ie sieben Jahre dauerte. Er w​ar in Frankreich, i​n Flandern u​nd in „anderen vornehmen Orten“. 1614 k​am er n​ach Tübingen, w​o er Geselle b​ei Conrad Melperger wurde. Spingler kannte d​en Stuttgarter Maler Sebastian Ramminger, m​it dessen Tochter e​r sich verlobte. Spingler wollte s​ich in Tübingen niederlassen u​nd beantragte n​och 1614 d​as akademische Bürgerrecht. Sein Gesuch w​urde abgewiesen, d​a in Tübingen z​u diesem Zeitpunkt bereits s​echs Maler tätig waren. Spingler arbeitete später selbständig – a​ber wohl n​ur kurz – i​n Stuttgart. 1624/25 h​atte er mehrere Aufträge v​on Herzog Ludwig Friedrich u​nd von d​er Stadt.[2][3] Weil s​ein Name später i​n Württemberg n​icht mehr auftaucht, i​st zu vermuten, d​ass er Württemberg wieder verließ.

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Um welches Liebenau es sich handelt, konnte nicht festgestellt werden.
  2. Werner Fleischhauer: Die Anfänge …, S. 212
  3. Werner Fleischhauer: Renaissance im Herzogtum Württemberg, S. 387

Literatur

  • Werner Fleischhauer: Renaissance im Herzogtum Württemberg, Stuttgart: Kohlhammer 1971
  • Werner Fleischhauer: Die Anfänge der Tübinger Universitätsbildnissammlung – ein Beitrag zur Geschichte der Malerei der Spätrenaissance im Herzogtum Württemberg. In: Werner Fleischhauer u. a.: Neue Beiträge zur südwestdeutschen Landesgeschichte. Festschrift für Max Miller, Stuttgart: Kohlhammer 1962, S. 197–216
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