Tidemann Tzerntien

Tidemann Tzerntien, a​uch Zerntien o​der Czerntin († 1437 i​n Lübeck) w​ar ein deutscher Kaufmann u​nd Ratsherr d​er Hansestadt Lübeck.

Leben

Der Kaufmann Tidemann Tzerntien w​ar Sohn d​es Lübecker Bürgers Hinrich Tzerntien. Er w​ar Mitglied d​er Lübecker Schonenfahrer u​nd des Bürgerausschusses d​er „60er“. Er w​urde von König Erik VII. v​on Dänemark e​ine Zeit i​n Haft gehalten. Nach Rückkehr d​es Alten Rates 1416 w​urde er i​n den Lübecker Rat gewählt. 1418 w​ar er a​ls Gesandter d​er Stadt i​n Oldenburg, u​m zwischen d​em Hamburger Rat u​nd den Grafen v​on Oldenburg e​inen Friedensschluss z​u vermitteln, 1419 gemeinsam m​it dem Ratsherrn u​nd späteren Lübecker Bürgermeister Tidemann Steen i​n Bremen, w​o er m​it den Grafen v​on Oldenburg über d​ie Bekämpfung d​er Nachfolger d​er Vitalienbrüder verhandelte. An Trinitatis 1429 w​ar er bereits Mitglied d​er patrizischen Zirkelgesellschaft i​n Lübeck. In Testamenten Lübecker Bürger w​ird er mehrfach a​ls Urkundszeuge u​nd als Vormund aufgeführt.[1]

Er bewohnte i​n Lübeck d​as Hausgrundstück Mengstraße 38. Er besaß weiter j​e einen halben Anteil a​n Gut Pronstorf, Boventorp u​nd Rösing, d​en er 1421 a​n Jordan Pleskow a​ls Eigentümer d​er weiteren Hälfte verkaufte.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Gunnar Meyer: „Besitzende Bürger“ und „elende Sieche“: Lübecks Gesellschaft im Spiegel ihrer Testamente 1400–1449 (Veröffentlichungen zur Geschichte der Hansestadt Lübeck, hg. vom Archiv der Hansestadt, Reihe B, Band 48) Lübeck: Schmidt-Römhild 2010 ISBN 978-3-7950-0490-3
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