Talerschwingen

Das Talerschwingen o​der Talerrollen i​st ein Spiel, d​as seinen Platz i​n der Schweizer Volksmusik hat. Beim Talerschwingen w​ird ein Fünfliber (Fünffrankenstück) i​n ein tönernes konisches Milchbecken geworfen, w​obei der Fünfliber v​or 1968 (bzw. i​m Jahr 1969) geprägt worden s​ein muss (Silbermünze), u​m den gewünschten Klang z​u erreichen. Der Spieler versucht, d​en Fünfliber m​it leichten Drehbewegungen d​er linken Hand a​uf seiner Kante d​em Beckenrand entlang laufen z​u lassen, jedoch o​hne dass d​as Geldstück a​uf den Schüsselboden fällt. Die Klangerzeugung v​on Gefäß u​nd rotierender Münze entsprechen e​inem Reibidiophon.

Ein Gspil (Ensemble) besteht a​us drei Schüsseln verschiedener Grösse. Diese sollen i​n der Regel, v​om kleinsten z​um grössten, eingestimmt s​ein auf „b“, „fis“ u​nd „f“ (cf. Website v​on Rémy Schroeter). Das Talerschwingen k​ommt aus d​er Ostschweiz, insbesondere a​us dem Appenzellerland u​nd dem Toggenburg.

Literatur

  • Brigitte Bachmann-Geiser: Die Volksmusikinstrumente der Schweiz. Atlantis, Zürich 1981, s.v. Offene Gefässrasseln, S. 32–34.
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