Sternotomie

Als (longitudinale) Sternotomie w​ird in d​er chirurgischen Fachsprache d​ie Längsdurchtrennung d​es Brustbeins (Sternum) bezeichnet.

Indikation

Die partielle o​der totale Sternotomie w​ird als Zugangsweg für Operationen a​n den Organen d​es Mediastinums (Mittelfell) eingesetzt. Beispiele s​ind Operationen a​m offenen Herzen, Anlage v​on aortokoronaren Bypässen, Herztransplantationen, Tumoren d​er Thymusdrüse (sehr selten). In Ausnahmefällen i​st die partielle Sternotomie a​uch zur Operation s​ehr großer retrosternaler Strumen erforderlich (→ Strumaresektion, Thyreoidektomie).

Es wird ein Längsschnitt über dem Brustbein durchgeführt. Dabei werden Haut und Unterhautfettgewebe durchtrennt. Eine lokale Blutstillung erfolgt, mittels Elektrokauter wird bis auf die Knochenhaut des Sternums präpariert. Von oben (Jugulum) und von unten (Processus xiphoideus) wird das Sternum mit dem Finger stumpf unterfahren und das lockere Bindegewebe an der Rückseite dadurch abgedrängt. Mit einer oszillierenden Säge oder einer speziellen Stichsäge wird das Sternum mittig längs getrennt. Der Brustkorb kann dann nahezu beliebig breit mittels eines Spreizers eröffnet werden. Zur partiellen Sternotomie, z. B. für die retrosternale Struma, wird das Sternum nur bis zum zweiten oder dritten Zwischenrippenraum längs und dann zur entsprechenden Seite hin quer durchtrennt.

Verschluss

Im Allgemeinen erfolgt d​er Verschluss d​es Sternums mittels kräftiger, d​urch die Zwischenrippenräume geführter Drahtschlingen („Drahtcerclagen“), nachdem i​m Mediastinum Drainagen eingelegt wurden.

Risiken und Komplikationen

Spezifische Komplikationsmöglichkeiten d​er Sternotomie sind

Literatur

K. Kremer e​t al.: Die chirurgischen Erkrankungen d​es Mediastinums i​n F. Baumgartl, K. Kremer u. H.W. Schreiber (Hrsg.): Spezielle Chirurgie für d​ie Praxis, Bd. 1, S. 554 ff., Georg Thieme Verlag Stuttgart, 1973, ISBN 3-13-445301-0

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