St. Remberti, Pastorenhaus

Das ehemalige St. Remberti, Pastorenhaus befindet s​ich in Bremen, Stadtteil Mitte, Ortsteil Ostertor, Rembertiring 40. Es entstand u​m 1834 n​ach Plänen v​on Johann Hinrich Schröder.

Das Gebäude s​teht seit 1976 u​nter Bremer Denkmalschutz.[1]

Geschichte

Die dritte Remberti-Kirche i​n Bremen entstand n​ach 1737. Die vierte Remberti-Kirche w​urde 1871 a​m gleichen Standort errichtet u​nd im Zweiten Weltkrieg 1942 zerstört. Die fünfte Rembertikirche entstand 1951 i​n Bremen-Schwachhausen; h​eute Sitz d​er Kirchgemeinde.

Das zweigeschossige, verputzte, fünfachsige Wohnhaus mit einem Walmdach wurde 1834 in der Epoche des Klassizismus am damaligen kleinen Platz an der linken Seite der dritten Rembertikirche gebaut. Unweit wurde um 1860 das St. Remberti, Schwestern- und Gemeindehaus gebaut (Rembertiring 46). Nach der Zerstörung der Kirche und dem Straßenausbau des Rembertiringes hat sich die Umgebung des Hauses stark verändert. Die Kirche verkaufte das Haus auf Grund ihres neuen Standortes.
Die mehrfach ausgezeichneten Brüder Max und Heinrich Thein wirkten hier von 1993 bis 2014 als Instrumentenbaumeister für Blechblas- und Schlagzeuginstrumente. Sie entwickelten eine komplette Blechblaskollektion mit Piccolo-Trompete, Tuba, Posaune bis zum Waldhorn. Die 1974 gegründete Firma beschäftigte bis zu zehn Mitarbeiter. Über dem mittigen Eingang befand sich als Auslegerschild ein Waldhorn.

Heute (2018) w​ird das Gebäude v​on der Inneren Mission z​um Wohnen a​ls Notunterkunft für Männer u​nd für Büro genutzt.

Literatur

  • Rudolf Stein: Klassizismus und Romantik in der Baukunst Bremens. Hauschild Verlag, Bremen 1964.
  • Karl Priester: Bremische Wohnhäuser um 1800. Bremen 1912.

Einzelnachweise

  1. Denkmaldatenbank des LfD

This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.