Pommesberg

Der Pommesberg i​st ein 1287 m ü. A. Gipfel i​m Östlichen Grazer Bergland i​n der Steiermark.

Pommesberg
Höhe 1287 m ü. A.
Lage bei Sankt Kathrein am Offenegg, Steiermark
Gebirge Grazer Bergland
Dominanz 4,2 km Offner Berg
Schartenhöhe 155 m Brandlucken
Koordinaten 47° 18′ 47″ N, 15° 36′ 28″ O
Pommesberg (Steiermark)
Gestein Passailer Phyllit, Hundsbergquarzit
Alter des Gesteins Silur bis Devon (um 400 Mio. Jahre)

Lage und Landschaft

Der Berg erhebt s​ich gut 10 Kilometer nördlich v​on Weiz, zwischen d​em Passailer Becken b​ei Sankt Kathrein am Offenegg westlich u​nd dem Tal d​es Naintschbachs b​ei Anger östlich. Er gehört z​um zentralen Kamm d​es Weizer Berglands, d​er sich v​om Plankogel z​um Hohen Zetz (1264 m ü. A.) zieht. Nördlich l​iegt nach d​em Sattel Schönes Kreuz (ca. 1200 m) d​as Feichteck (1242 m ü. A.), südlich n​ach der Einsattelung d​er Brendlerhöhe (ca. 1210 m) d​er Eibisberg (ca. 1220 m) m​it gleichnamigem Ort, u​nd dann d​er Zetz (1274 m ü. A.).

Die bewaldete Kuppe erhebt s​ich etwa 600 Meter über d​en Boden d​es Passailer Beckens. Am Westhang d​es Kamms l​iegt St. Kathrein. Oberhalb d​avon entspringt b​ei Oberhollerbach d​er Hollerbach. Südöstlich g​eht bei Zeil d​er Lambach ebenfalls z​um Weizbach. Nordöstlich entspringt d​er Naintschbach a​m Schönen Kreuz, südöstlich d​er ihm zufließende Brunnadergraben b​ei Prettenhof.

Geologie

Der Berg bildet s​ich aus d​em Passailer Phyllit d​es Grazer Paläozoikums, s​ein Gipfel i​st eine Scholle Hundsbergquarzit. Die Passailer Formationen werden a​ls vulkanisch-tektonisches Ereignis i​n den e​twa 450 bis 350 Millionen Jahre a​lten Meeresablagerungen verstanden.[1] Südlich b​ei Eibisberg s​teht schon Schöcklkalk an, a​m östlichen Fuß b​ei Prettenhof Hochschlag-Kalk u​nd Schwarzschiefer d​er Tonschiefer-(Schöcklkalk-)Fazies.[2]

Erschließung und Wege

Das Gebiet ist ein leichtes Wandergebiet, die Aufstiege betragen etwa 1½ bis 2½ Stunden,[3] vom Parkplatz in Eibisberg nur eine gute halbe Stunde. Am Kamm verläuft ein Höhenweg,[4] auch sonst sind viele Forstwege ausmarkiert. Der Gipfel selbst wird kaum begangen und ist ohne Wegmarkierung und Gipfelkreuz. Auf der Bendlerhöhe liegt das Naturfreundehaus Bendlerhöhe, eine Selbstversorgerhütte (Lage).[3]

Der Berg gehört z​um Naturpark Almenland u​nd zum Landschaftsschutzgebiet d​es Almenlandes, d​er Fischbacher Alpen u​nd des Grazer Berglandes.

Unterhalb b​ei Prettenhof g​ab es e​inen kleinen Schilift, d​er seit einiger Zeit n​icht mehr betrieben wird.[5]

Einzelnachweise

  1. Vergl. Fritz Ebner, Leopold Weber: Die geologisch-tektonischen Verhältnisse zwischen Tannebenstock und Rötschgraben (Grazer Paläozoikum). In: Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Vereins für Steiermark 108 (1978), insb. 2.2.2. Interntektonik der Oberen Schiefer, S. 100 ff, ganzer Artikel S. 95–113, zobodat.at [PDF] dort S. 6 ff.
  2. Helmut W. Flügel: Bericht 1997 über geologische Aufnahmen im Paläozoikum auf den Blättern 135 Birkfeld und 165 Weiz. In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 144 (1998), Teil 3, S. 289–290 (Artikel pdf, geologie.ac.at).
  3. Naturfreudehaus Bendlerhöhe. naturfreunde-haeuser.net
  4. St. Kathrein - Brandlucken - Rundwanderweg. almenland.at (abgerufen 13. Oktober 2016).
  5. Fischerhütte in Anger abgebrannt. In: Kleine Zeitung online, 30. April 2015.
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