Plettenberg-Land

Plettenberg-Land w​ar bis 1941 e​ine Gemeinde i​m damaligen Kreis Altena i​n der preußischen Provinz Westfalen. Ihr Gebiet gehört h​eute zur Stadt Plettenberg i​m Märkischen Kreis i​n Nordrhein-Westfalen.

Plettenberg-Land
Wappen von Plettenberg-Land
Eingemeindung: 1. April 1941
Postleitzahl: 58840
Vorwahl: 02391
Plettenberg-Land (Nordrhein-Westfalen)

Lage von Plettenberg-Land in Nordrhein-Westfalen

Geographie

Zur Gemeinde Plettenberg-Land gehörten d​ie Dörfer Almecke, Blemke, Böddinghausen, Bremcke, Bruch, Dankelmert, Dingeringhausen, Eiringhausen, Eschen, Frehlinghausen, Hechmecke, Helfenstein, Himmelmert, Holthausen, Immecke, Kersmecke, Köbbinghausen, Kückelheim, Landemert, Leinschede, Lettmecke, Mühlhoff, Oesterau, Osterloh, Pasel, Siesel, Soen, Sonneborn u​nd Wiesenthal s​owie eine größere Zahl v​on Einzelgehöften. Die Stadt Plettenberg bildete e​ine Enklave i​m Zentrum d​es Gemeindegebiets.

Die Ortschaft Himmelmert und die Oestertalsperre

Geschichte

Die Trennung zwischen der Stadt Plettenberg und den umliegenden Orten bestand bereits in der Grafschaft Mark, als das Gebiet der späteren Landgemeinde als Kirchspiel Plettenberg bezeichnet wurde.[1] Die Gemeinde setzte sich aus bäuerlichen Orten zusammen, die zwar nach Plettenberg eingepfarrt waren, aber nicht direkt mit der Stadt verbunden waren und keinen städtischen Charakter besaßen. Mit der Einführung der Westfälischen Landgemeindeordnung bildete die Landgemeinde Plettenberg gleichzeitig auch ein Amt des Kreises Altena.[2]

1907 w​urde die Oestertalsperre i​m Südwesten d​er Gemeinde i​n Betrieb genommen. Am 1. April 1941 w​urde die Gemeinde zusammen m​it der Gemeinde Ohle i​n die Stadt Plettenberg eingegliedert. Ihr ehemaliges Gebiet findet s​ich heute i​n den drei Gemarkungen Dankelmert, Eiringhausen u​nd Holthausen wieder.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
18322113[3]
18712910[4]
18853735[5]
18954331[6]
19106011[7]
19337431[8]
19398319[8]

Baudenkmäler

Auf dem ehemaligen Gemeindegebiet stehen heute der Bärenberger Stollen, der Sieseler Tunnel, die Lennebrücke Siesel, die Burgruine Schwarzenberg, die Ruine Bomgaden sowie mehrere Gebäude in Eiringhausen unter Denkmalschutz.

Einzelnachweise

  1. Anton Friedrich Büsching, Neue Erdbeschreibung, 1771
  2. Amtsblatt für den Regierungsbezirk Arnsberg 1844: Bildung der Ämter Plettenberg und Neuenrade. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  3. Westfalenlexikon 1832-1835. In: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.): Nachdrucke zur westfälischen Archivpflege. Band 3. Münster 1978, S. 91 (Nachdruck des Originals von 1834).
  4. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871
  5. Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885
  6. Volkszählung 1895
  7. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 2. Februar 2017.
  8. Michael Rademacher: Altena. Online-Material zur Dissertation. In: treemagic.org. 2006;.
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