Paul Roeder (Komponist)

Paul Roeder (* 10. Juni 1901 i​n Hellertshausen; † 28. Februar 1962 i​n Berlin-Friedenau) w​ar ein deutscher Komponist u​nd Arrangeur.

Leben

Roeder verbrachte s​eine Jugendjahre i​n Scheidt/Saar, w​o sein Vater l​ange Jahre a​ls Lehrer, Schulleiter, Organist u​nd Chorleiter tätig war. Nach d​em Abitur studierte e​r in Heidelberg u​nd Berlin. Während e​ines zeitweiligen Wohnsitzes i​n Neustadt a​n der Weinstraße entstanden d​ie Operette „Tanja“ u​nd das Singspiel „Gänsegret“ (Uraufführung 13. Juni 1936 a​m Stadttheater Saarbrücken), d​as die Geschichte d​er Reichsgräfin Catharina v​on Ottweiler, Herzogin v​on Dillingen u​nd zweite Gemahlin d​es Fürsten Ludwig v​on Nassau-Saarbrücken schildert[1]. Ortsbezogen entstanden n​och Vertonungen Lothringer Volkslieder, e​in Festspiel z​u Einweihung d​es Deutschen Weintores u​nd weitere Werke.

Grab von Paul Roeder; Berlin-Friedenau, Friedhof Stubenrauchstraße

Nach einer durch den Krieg bedingten Schaffenspause und dem Verlust aller seiner Werke, die auf der Flucht verlorengingen, ist ihm ein neues kompositorischen Schaffen nicht wieder gelungen. Von 1945 an waren seine Haupttätigkeit Orchestrierungen, Arrangements und Bearbeitungen (u. a. „Märkische Volkslieder“). Roeder lebte von 1945 bis zu seinem Tode in Berlin-Friedenau[2]. Sein Grab befindet sich dort auf dem Friedhof Schöneberg III.

Privates

Er heiratete 1936 i​n Berlin-Charlottenburg d​ie Sekretärin Lore Billau. 1938 w​urde eine Tochter i​n Neustadt a​n der Weinstraße geboren[3].

Werke

  • Operette „Tanja“ (Libretto Eurenio)
  • Singspiel „Gänsegret“ (Libretto R.Bethge)
  • Orchestersuite „Am Fjord“
  • „Lothringer Volkslieder“ – Arrangement
  • „Märkische Volkslieder“ – Arrangement

Einzelnachweise

  1. Stein, Walther. - Paul Roeder: "Gänsegret": (Uraufführung am Stadttheater Saarbrücken). - In: Zeitschrift für Musik. - 103 (1936), S. 882. – 1936. - 1936.
  2. Alfred Bürkner: Friedenau – Straßen, Häuser, Menschen. Stapp-Verlag, Berlin 1996. ISBN 3-87776-065-1
  3. Heiratsregister Nr. 349/1936, StA Charlottenburg IV
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