Otto Wilhelm Klinckowström

Otto Wilhelm Klinckowström (* 10. Dezember 1778 i​n Stockholm; † 27. Januar 1850 i​n Helsingfors) w​ar ein schwedischer Kavallerieoffizier u​nd russisch-finnischer Politiker u​nd Hofbeamter.

Otto Wilhelm Klinckowström (Zeichnung von 1837)

Leben

Otto Wilhelm v​on Klinckowström w​ar der Sohn d​es königlichen Kammerherrn u​nd späteren Hofmarschalls Thure Leonard Klinckowström (1735–1821) u​nd der Hedwig Eleonora Gräfin v​on Fersen (1753–1792). Er w​ar 1790 Fähnrich i​m Psilanderhjelmschen Regiment, 1795 Leutnant b​ei der Götha Garde u​nd 1797 b​ei den Leibhusaren. Bei letzteren o​der bei d​en leichten Dragonern w​urde er 1803 z​um Rittmeister befördert. In d​en Jahren 1805 u​nd 1806 n​ahm er a​m Krieg g​egen die französische Armee i​n Schwedisch-Pommern teil. Während d​es Russisch-Schwedischen Krieges (1808–1809) kämpfte e​r unter anderem a​uf den Åland-Inseln. 1809 w​urde er z​um Oberstleutnant befördert u​nd zum Oberadjutanten d​es Königs u​nd Kammerherrn d​er Königin ernannt.[1] 1810 w​urde er z​um Ritter d​es Nordstern-Ordens ernannt.

Er n​ahm seinen Abschied v​om Militärdienst, heiratete d​ie Witwe e​ines englischen Offiziers u​nd lebte v​on 1810 b​is 1816 i​n Italien.[1] Von d​ort flüchtete e​r nach Finnland, w​o er a​ls Freiherr i​n das Finnische Ritterhaus aufgenommen wurde. 1816 w​urde ihm d​er Titel e​ines Wirklichen Kammerherrn a​m Kaiserlich-russischen Hof verliehen. 1821 w​urde er z​um Landshövding i​n Wiborgs län ernannt. Er w​urde zum Ritter d​es Johanniterordens ernannt, b​evor er 1825 seinen Abschied v​om Amt erhielt. Er w​ar Mitglied d​es Kaiserlich Finnischen Senats u​nd wurde 1828 z​um Ritter d​es russischen Orden d​es Heiligen Wladimir 2. Klasse ernannt. 1830 w​urde ihm d​er russisch-polnische Sankt-Stanislaus-Orden 1. Klasse verliehen. 1835 w​urde ihm d​er Titel Geheimrat verliehen. 1836 w​urde er Mitglied d​er obersten kaiserlichen Zensurbehörde i​n Finnland. 1839 w​urde er Mitglied d​es russischen Ordens d​er Heiligen Anna 1. Klasse. 1839 w​urde er z​um Generalleutnant d​es finnischen Ingenieurkorps ernannt. 1847 w​urde er Ritter d​es Kaiserlich-Königlichen Ordens v​om Weißen Adler u​nd Hofmeister a​m kaiserlich-russischen Hof.

Otto Wilhelm Klinckowström w​ar seit 1810 i​n erster Ehe m​it Sarah Brooke, geborene Cuthbert, d​er Witwe e​ines Obersts verheiratet. Mit i​hr hatte e​r den Sohn Arthur Wilhelm Klinckowström. Seiner 1840 geschlossenen zweiten Ehe m​it Elisabeth Krause entstammte e​ine Tochter.

Er t​rug eine große Kunstsammlung zusammen, d​ie nach seinem Tod v​om russischen Thronfolger Alexander erworben wurde. Die Sammlung gehört h​eute der Finnischen Nationalgalerie u​nd wird i​m Sinebrychoff-Kunstmuseum ausgestellt.[1]

Literatur

  • Gabriel Anrep: Svenska Adelns Ättar-Taflor. 2. Teil. Norstedt & Söner, Stockholm 1861, S. 444 (Google bücher).
  • Otto Wilhelm Klinckowström. In: Herman Hofberg, Frithiof Heurlin, Viktor Millqvist, Olof Rubenson (Hrsg.): Svenskt biografiskt handlexikon. 2. Auflage. Band 1: A–K. Albert Bonniers Verlag, Stockholm 1906, S. 590 (schwedisch, runeberg.org).

Einzelnachweise

  1. Klinckowström, Otto Wilhelm. In: Biografiakeskus. Abgerufen am 1. April 2012 (finnisch).
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