Norşuntepe

Norşuntepe
Türkei

Norşuntepe (eigentlich Norşuntepe Höyüğü) i​st ein Tell i​n der Türkei, e​twa 25 km östlich v​on Elazığ. Er l​iegt heute i​m Bereich d​er Keban-Talsperre, s​o dass v​on ihm n​ur eine Insel i​m Stausee übrig geblieben ist. Die Krone d​es Hügels h​atte eine Fläche v​on rund 500 m a​uf 300 m, innerhalb d​erer Siedlungsspuren feststellbar waren.

Norşuntepe wurde ab 1968 vom Deutschen Archäologischen Institut unter Leitung des Heidelberger Professors für Ur- und Frühgeschichte Harald Hauptmann ausgegraben. 1974 mussten die Arbeiten wegen des durch den Bau der Keban-Talsperre steigenden Wasserspiegels eingestellt werden. Bei den Ausgrabungen konnten 40 Siedlungsschichten identifiziert werden, die vom späten Chalkolithikum über alle Phasen der Bronzezeit bis hin zu einer urartäischen Siedlung in der späten Eisenzeit reichten. Aus der Eisenzeit stammen auch mehrere reich ausgestattete Gräber. Die urartäische Siedlung wurde durch einen Brand zerstört und aufgegeben.

Literatur

  • Karin Bartl: Norşuntepe: Die frühe Eisenzeit. 2 Bde. 1988.
  • Klaus Schmidt: Norşuntepe. 2 Bde. Mainz, Zabern, 1996–2002.
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