Niosom

Niosomen (Non-ionic surfactants) sind den Liposomen ähnliche mikroskopisch kleine Kugeln, bei denen eine Doppelmembran einen Innenraum umschließt. In diesen Innenraum können Wirkstoffe eingearbeitet werden. Die Umhüllung mit der Doppelmembran schützt empfindliche Wirkstoffe und kann ihren Transport verbessern. Niosomen spielen auch eine wichtige Rolle in der Forschung, da mit Hilfe der Niosomen lipophile Substanzen in einem wässrigen Medium in einer Zellkultur eingesetzt werden können.

Geschichte

Niosomen werden erstmals i​n den 1970er Jahren erwähnt u​nd wurden anfangs i​n der kosmetischen Industrie eingesetzt.[1]

Unterschiede zu Liposomen

Niosomen s​ind den Liposomen analog aufgebaut. Allerdings enthalten Liposomen a​us Phospholipiden gebildete Doppelmembranen, wohingegen d​ie Bausteine d​er Niosom-Doppelmembran s​ich von Zuckern o​der Aminosäuren ableiten.

Einzelnachweise

  1. Vanlerberghe, G., Handjani-Vila, R.-M., Berthelot, C. and Sebag, H., 1972, Chemie, physikalische Chemie und Anwendungstechnik der grenzflachenaktiven Stoffe. Berichte vom Vi. Internationalen Kongreß fur grenzflächenaktive Stoffe Carl Hanser Verlag, Zürich.

Literatur

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